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Verdunklung im Schwedenhaus

Puuuuh! Das waren wirklich ganz schön heiße Tage in der letzten Zeit. Ich will ja nicht übers Wetter meckern so von wegen, oh nein, zu viel Regen, zu viel Schnee, zu warm, zu kalt, zu windig – aber: Ist nicht so, dass ich nicht schon einmal erwähnt hätte, dass ich nicht dringend ein großer Fan von Temperaturen jenseits der 25 Grad bin…

Enstprechend darf  ich nun meckern. Finde ich.

Das habt ihr jetzt davon. Ihr Sommerfans. Wie oft habe ich euch jammern hören: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ und so.

Da haben wir jetzt den Salat. Und sogar der verdötterte jämmerlich.

Aber der nächste Herbst kommt bestimmt:-)

Nachdem ich bereits im letzten Jahr im Petterhus zur Sommerszeit mehrmals täglich überlegt habe, nicht doch in eine Souterrain Wohnung zu ziehen und auch unseren Bauleiter mit Recherchen zu nachträglich eingebauten Klimaanlagen (kann man übrigens vergessen ohne Goldesel) belästigt habe, hatten wir in diesem Jahr unser größtes Hitzeproblem im Schwedenhaus mittels Shutter ( Sonne weg -> Hitze weg) gelöst. Ich schwitze quasi nur bedingt 🙂

Die Shutterlis mag ich auch wirklich total gerne, (Klapp-Klapp) aber an unseren halbrunden Fensterleins in den Kinderzimmern shuttert es sich ganz schlecht. Man könnte sich auch welche einbauen lassen (Goldesel).. wer mich kennt weiss, dass ich es mag, wenn es nicht ganz so perfekt aussieht, sondern mit Charakter und ein bisschen „schrubbelig“.

Außerdem wohnen wir mit Petterhus in Deutschland . Dort gibt es Gesetze und Bürokratie. Viel Bürokratie. Und irgendein bürokratischer Schlaumeier hat sich überlegt, dass wir ja in einem schwedischen Haus nicht ausschließlich schwedische Fenster haben können. Wo kämen wir hin?

Wenn man den bürokratischen Brandschutzgesetzen glauben mag, scheint es in Deutschland anders zu brennen als in unserem skandinavischem Nachbarland. Dabei hilft es auch nicht, dass wir durch die nach aussen öffenden Türen ja automatisch im Besitz hoch wertgeschätzter Fluchttüren sind.

Ein „normales“ Fenster nach irgendeiner (deutschen) DIN musste beim Bau also unbedingt ins jetzt-nicht-mehr-ganz-schwedische-Schwedenhaus.

Wie wir uns verhalten sollen, wenn nun in genau diesem Zimmer mit extra sogenanntem „Fluchtfenster“ nun das Feuer ausbricht, wissen wir leider aber auch nicht. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es auch dafür eine Verordnung. Ein Brandschutzgesetz oder ein Maßnahmenkatalog.

Bei Gelegenheit werde ich dem zuständigen Brundschutzbeauftragten diesbezüglich meine Sorge mitteilen und ihn um entsprechende Verhaltenspläne „B“ bitten.

Lange Rede kurzer Sinn: In einem unserer Kinderzimmer befindet sich nun dieses nach deutschen bürokratischen Brandschutzgesetzen ausgewiesene DIN Fluchtfenster.  Shutter daran anzubringen, war uns in diesem Fall leider nicht möglich. Man könnte das Fenster dauerhaft geschlossen halten, dann ginge das natürlich. 🙂  (In welche Aufregung das den ein oder anderen Bürokraten unserer zuständigen Brandschutzaufsicht versetzen würde, mag ich mir nicht ausmalen..)

Verdunkeln und Beschatten wollten und mussten wir das Zimmer aber trotzdem.

Die üblichen Lösungen mit Plissees, Rollos oder Jalousien haben mir nicht so richtig gefallen, sie passen auch optisch nicht ins Petterhus also habe ich mich entschlossen, selbst Verdunklungsvorhänge zu nähen.

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Ich habe Verdunklungsstoff hinter einen normalen Baumwollstoff genäht. Das hält nicht nur die Hitze , sondern auch das Licht draußen.

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Ich musste das Bild schon ordentlch aufhellen, sonst hättet ihr nichts erkannt..:-)

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Klar ist es nicht so dunkel wie es mit klassischen Rolläden wäre. Aber wir haben uns bewusst für ein original Schwedenhaus entschieden. Also – keine Rolläden. 🙂

Hier seht ihr eines der beiden Kinderzimmer die wir zustzlich mit Shuttern ausstatten konnten:

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Sie dunkeln herrlich ab und es ist wirklich großartig, wie wir damit die diesjährige Hitze aussperren konnten!

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Schön dunkel, oder?

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Wir haben ja nun den direkten Vergleich der beiden Sommer jeweils mit und ohne Shutterlis, und ich muss sagen, es ist ein himmelweiter Unterschied. Naklar, haben wir natürlich kein klimatisiertes Schwedenhaus, aber unsere Innenraumtemperatur lag bei relativ angenehmen 23 Grad. Im Winter möchte ich für die Südfenster unbedingt noch Markisen nähen; doppelt gemoppelt und so.

Ihr Lieben, das war es auch schon für heute, ich verabschiede mich und wünsche euch ein wunderschönes sonniges Spätsommerwochenende.

Bis bald, Eure Stephanie

 

 

 

 

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Kinderzimmer 1

He ihr Lieben!

Zunächst möchte ich kurz meine neuen Leserinnen und Leser willkommen heißen. Schön, dass ihr da seid! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Zeilen!

Heute möchte ich euch mitnehmen auf einen kleinen Ausflug ins Kinderzimmer unserer Kleinsten. Sie ist nun dreieinhalb und gefühlt schon riiiesengroß:-) Deswegen durfte auch sie – wie alle anderen Petterhuskinder auch – sich die Tapete selbst aussuchen.

Stop.

‚Selbst aussuchen‘ ist relativ.

Sagen wir mal, sie durfte zwischen mehreren Tapeten auswählen.

Genaugenommen waren es zwei.

Ich finde Bibi und Tina oder Bibi Blocksberg jetzt per se nicht schlecht oder so. Aber an der Wand muss ich sie nicht haben. CD geht. Buch geht. Aber nicht an der Wand. Alleine beim Gedanken daran schüttelt’s mich 🙂

Sie hat sich – oh Wunder – für rosa entschieden. Seht ihr das? Es sind rosa Streifen – gaaanz feine dünne.

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Ganz fertig ist das Zimmerchen noch nicht, aber ich wollte euch nicht länger auf die Folter spannen und eigentlich war ich jetzt ganz froh, dass zunächst mal alles an Ort und Stelle steht.

  Auch in den Kinderzimmern haben wir uns für die klassischen geölten Eichendielen entschieden. Sie machen das Zimmer herrlich gemütlich finde ich.

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Das Bett ist noch ein Überbleibsel aus dem alten Zuhause. Mittelfristig möchte ich es gerne austauschen, mir ist leider nur noch nichts Passendes über den Weg gelaufen.

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Die heissgeliebte Puppi schläft in einem alten Puppenbett von Oma das kurzerhand geweißelt und neu bezogen wurde. Über dem Bett habe ich vorerst zwei kleine Regale aufgehängt, da kann man wunderbar die aktuellen Vorlesebücher deponieren und gerade fertiggestellte Kunstwerke der Kleinsten drapieren.

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Neben dem Bettchen kommt schon gleich mein geliebtes Halbmondfenster. Darunter passt wunderbar eine Banktruhe zum Draufklettern, Sitzen und dreihundertmillionen Duplosteine verstauen.

IMG_1633 Ursprünglich stammt sie ebenfalls aus dem schwedischen Möbelfachgeschäft. Sie war vorgesehen, die Nacht auf der Straße zu verbringen, um dort zu früher Stunde von den hässlichen lauten LKW abgeholt zu werden. Bis mein Blick auf meinen Kreidefarbenvorrat fiel 😉

Ein paar Schablönchen geschnappt – et voila! geht noch. 🙂 Hier könnt ihr auch nochmal die Tapete gaaanz genau sehen.

Fast alle Tapeten in unserem Haus sind aus Schweden. Ich liebe den Stil einfach!

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Diese alte Kommode ist ein Sperrmüllfund und eignet sich prima als Spielzeug – und Puzzleaufbewahrung. Hier kam auch wieder die Blümchenrolle von einem meiner letzten Blogposts zum Einsatz;  erinnert ihr euch?   Ein bisschen Kreidefarbe und ganz viel Nähzimmer

Auch wenn sie noch meilenweit von der Einschulung entfernt ist (glücklicherweise), so braucht auch die kleinste Maus im Haus doch bitte einen Schreibtisch. Passend dazu einen antiken Schulstuhl den ich in mühevoller Feinarbeit aufgearbeitet habe. Und was ist der Dank?

Einen echten Drehstuhl hätte die Dame gerne.

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Pustekuchen. Der Stuhl bleibt. 🙂

Als kleine Ablage für allerlei Krimskrams habe ich dieses kleine Regalchen vorgesehen. Ich habe es von einer ganz lieben Dame bekommen, die von Zeit zu Zeit kleine Schätze wie diesen in Frankreich aufstöbert.

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Und was eine kleine störrische  meinungsstabile Prinzessin unbedingt auch haben muss, ist natürlich ein Küche. Ich kann euch sagen. Dort gibt’s den weltbesten Tee. Mit vier Kilo Zucker und gaaanz viel Sahne.

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 Auch vor dem alten Kleiderschrank hat der Kreidefarbenpinsel nicht halt gemacht. Es ist der alte Schrank von meinem Papa. Meine Oma hatte ihn damals fast identisch für uns Kinder gestrichen.

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Nach seinem Einsatz verweilte er einige Jahrzehnte in diversen Abstellräumen, bis ich ihn nun zu höheren Diensten wiedererweckt habe. 🙂

Ist euch eigentlich etwas aufgefallen? Nein?

Guckt nochmal genauer.

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Immer noch nicht? Oder vielleicht doch?

Unsere Leisten um die Paneelen fehlen noch… Leider tun sie das noch in fast allen Zimmern. Es kommt aber auch immer irgendetwas Wichtiges dazwischen was ganz unbedingt dringend (!) vorher noch erledigt werden muss. So ist unsere Küche nun fertig und wartet darauf, vorgestellt zu werden.

Morgen wird ebenfalls ein großer Tag. Unser Carport / Abstellraum / Pergola wird montiert und fertiggestellt. Das muss ich euch natürlich auch schnellstmöglich zeigen. Vor der Küche. Und den Kinderzimmern 2 und 3. Und vor dem Befestigen der Abschlussleisten der Paneelen. Ist ja klar. Außerdem beschäftige ich mich derzeit mit der Auswahl der richtigen Dunstabzugshaube für das rote Schwedenhaus. Hier kann doch nicht einfach jede dahergelaufene Abzugshaube einziehen! Wisst ihr ja. Vergleichbar mit der äußert komplizierten Toilettensuche.

Am Ende fristet sie ein ungeliebtes Dasein wie ‚Ignazia die Wanne.‘ Undenkbar!

Bis ganz bald im Lille Petterhus.

Eure Stephanie