Allgemein · Frischluftventile · Heizung

Fresh Air Ventile – oder auch: Breathe easy im Schwedenhaus

Ihr lieben Leserinnen und Leser,

da breche ich mir einen ab mit Deko und dem ganzen Quatsch, aber was muss ich anhand eurer zahlreichen Mails der letzten Wochen erkennen?

Ihr braucht Futter. Technikfutter. Wenigstens der männliche Teil meiner Leserschaft. 🙂

Mit Technik habe ich es nicht so ganz, aber lasst es mich mit der ‚Light-Variante‘ versuchen. Zunächst möchte ich mich aber schnell von den Anglizismen verabschieden von denen ich nun wirklich kein ‚Fan‘ bin.

Heute geht es um unsere Frischluftventile im roten Schwedenhaus.

An alle, die in diesem Artikel Dekobilder erwarten: ihr könnt jetzt aufhören zu lesen.

An alle, die mir in der vergangenen Zeit fleißig geschrieben haben und wissen wollten, wie wir denn mit unserer Belüftung klar kommen: Bitte weiterlesen.

Wie einige von euch wissen, wurde im roten Schwedenhaus eine Heizung mit dem romantischen Namen ‚Nibe f750‘ verbaut. Das ist eine sogenannte Abluftwärmepumpe.

Achso. Eines vorweg: ich habe von dem ganzen Zeug nur wenig Ahnung, seht es mir nach. Für detallierte Auskünfte solltet ihr besser einen Fachmann befragen. Was ich hier tue, ist euch mit meinem fundierten Halbwissen unsere bisherigen Erfahrungen mitzuteilen.

Also.

Wo waren wir stehen geblieben? Abluftheizung. Sie ist klein, nett, braucht wenig Platz, macht weder Schmutz noch großartig Lärm und ist sozusagen eine der unauffälligsten Mitbewohnerinnen hier im Schwedenhaus.

IMG_5195

Heizung geht im roten Schwedenhaus (ungefähr) so:

Unsere verbrauchte, erwärmte Abluft wird mittels so runder „Dinger“ (eigentlich tragen sie den vornehmen Namen ‚Ablufttellerventile‘), z. B. aus der Küche sowie den Bädern abgesaugt, über versteckte Rohre zur Heizung zurückgeführt und trägt so zur Erwärmung unseres Brauchwassers bei.

IMG_2078

Und ja, wenn die komplette Petterhusfamilie in einem Anfall von Sauberkeitswahn nacheinander laaaaange duscht, ist der Warmwasserspeicher leer und benötigt eine Weile, um neues Wasser zu erwärmen. Alle 3 Kinder hintereinander baden ist auch irgendwie nicht ganz so super für den Warmwasservorrat. Bisher hat uns das nicht gestört, weil wir höchst selten unter „Anfällen von akutem gemeinsamen Sauberkeitswahn“ leiden.

So weit so gut.

Wenn Luft abgesaugt wird und man kein geschlossenes System hat, muss ja irgendwo frische Luft herkommen. Ist klar oder? Diese Luft erhalten wir aus den Frischluftventilen, auch „Fresh-Air-Ventile“genannt. Das sind dann quasi Löcher in der Wand mit Deckel drauf.

IMG_2074

Unten an den Ventilen befindet sich ein Regler, dort kann man die Öffnung des Ventils justieren

Wenn ich das ganze Zeug wegpacke, kann ich theoretisch den Menschen auf der Straße winken wenn ich wollte. Sieht aber blöd aus, deswegen lasse ich das.

 

Auf diesen Ventilen, unter dem Deckel befindet sich noch ein Staub- oder Pollenfilter.

Und von außen sieht das dann so aus:

IMG_2077

…hier rechts im Bild dürft ihr auch nochmal die „saubere“ Arbeit unseres Außenmalers bewundern.

Ob das energetisch super ist, wenn ja irgendwie immer frische, winterbedingt auch gerne kalte Luft in einen beheizten Raum wabert, kann ich euch nicht beantworten. So schlimm kann es aber nicht sein, sonst wäre das ja nix mit KfW55.

Nun zu euren drängensten Fragen:

 „Zieht das nicht?“

Lasst es mich so formulieren: Komme ich im Winter bei offenem Fenster in einen unserer Räume, dann zieht das. Sind alle unsere Fenster geschlossen, zieht gar nichts. Halte ich aber eine Hand unter eines der Ventile, spüre ich einen Luftzug, der in seiner Temperatur und Ausprägung je nach Außentemperatur und Wetterlage (Sturm) variiert. Sollte eines dieser Ventile genau oberhalb einer Sitzmöglichkeit sein, könnte dies das Gefühl vermitteln, dass „es zieht“.

Gerade hatten wir eine Außentemperatur von -10 Grad und stürmischen Wind, eines der Frischluftventile befindet sich direkt neben unserem Bett. Ja, ich hatte das Gefühl, „ganz schön frische Luft hier im Schwedenhaus und irgendwie ist es merklich kühler“, aber keinesfalls so, als wäre ein Fenster geöffnet.  Die Lösung lag darin, dass ich das erste und einzige Mal in diesem Winter die Heizung im Schlafzimmer startete. An alle Tierfreunde: Das Ventil über dem Hamsterkäfig habe ich bei dieser Witterung tatsächlich auf „Zu“ gestellt. Hamster lieben kühle Luft wohl nicht sagt das Petterhuskind.

„ZU“ ist aber nicht  „zu“, sondern nur „zu“ und nicht „dicht -> Mensch (und Hamster) erstickt“.

ABER : Noch niemals hatten wir das Gefühl von Kälte oder den entzückenden Geruch von abgestandener morgendlicher Luft im Schlafzimmer.

Es gibt wohl auch eine Heizungs- und Belüftungsvariante, in welcher die Frischluft erst in die Heizung gelangt, dort erwärmt wird und dann die Räume sekundär damit belüftet werden.

„Ist das laut?“

Jein. Wenn es stürmt und der Wind auf die Ventile trifft ist es schon etwas lauter. Mit „Sturm“ meine ich aber nicht, dass sich ein paar Blättchen im Wind bewegen. Eher Orkantief „Herward“ oder so. Bei starkem Wind hören wir die Ventile auch, allerdings liebe ich das Geräusch wenn der Wind ums Haus weht.  Wen das stört, der sollte sich kurz überlegen, ob er seine Rolläden wegen der Geräuschbelästigung bei windiger Witterung abmontieren würde. Dieses Problem hat man aber im Schwedenhaus wenigstens nicht. 🙂

Unabhängig vom Wind hören wir jedoch laute Außengeräusche durch unsere Frischluftventile. Klar. Wären wir wieder beim Loch in der Wand. Das heisst aber nicht, dass es so laut ist, als würden wir vor geöffnetem Fenster sitzen. Umgekehrt ist unser Haus so wunderbar gedämmt, dass alle anderen Geräusch extrem gedämpft werden. Hinzu kommt, dass wir sehr ländlich wohnen und die nächste Hauptverkehrsstraße 400 Meter entfernt liegt.

Wenn ich richtig informiert bin, kann man auch „geräuschhemmende Maßnahmen“ an den Frischluftventilen ergreifen. Wir empfanden dies aber bisher als nicht notwendig. Außerdem weiss ich nicht ganz genau, welche Maßnahmen das dann konkret sind.

 Zusammenfassend sind wirmit unserer Heizung bis jetzt sehr zufrieden, vielleicht gibt es für euch aber andere, passendere Alternativen. Zugegebenermaßen muss ich sagen, dass Heizung für uns kein Thema war, ich hätte mich aber gefreut, wenn ich irgendwo hätte lesen können, was es denn mit den Frischluftventilen auf sich hat.

Im Nachhinein hätte ich vielleicht etwas intensiver über eine Klimatisierung des Hauses im Sommer nachgedacht weil ich absolut kein Sommermensch bin. 🙂

Aktuell arbeiten wir dafür im Schwedenhaus an DIY – Beschattungs-/ Verdunklungsmöglichkeiten, oder einfach Shutters bzw. Innenklappläden genannt, die ich ganz sicher so schnell ich kann mit euch teilen werde.

Es grüßt euch,

 

Eure Stephanie

 

 

 

 

Advertisements
Allgemein · Fußbodenheizung · Heizung · Innenausbau

Fußbodenheizung im OG

Am Mittwoch kam unser lieber Installateur wieder den weiten Weg aus dem Schwabenland ins rheinhessische Hügelland angereist und hat begonnen, unsere Fußbodenheizung im Obergeschoss zu verlegen.

Nur im Obergeschoss deswegen, weil wir – ihr erinnert Euch- im Erdgeschoss ja schon die Thermobodenplatte haben.

Für die kommende Woche haben wir den Trockenestrich geplant und dann wird’s spannend, denn

               Die Bäder werden gefliest 🙂

Naja…zumindest die im Obergeschoss 😉

Fußbodenheizung geht bei uns im roten Schwedenhaus so:

Zuerst kommt an den Rand eines jedes Raumes dieser Wärmedämmstreifen

IMG_1135

…ich weiss, nicht besonders dekorativ, muss aber sein…

IMG_1128

Dann werden Styroporplatten gelegt.

IMG_1136

IMG_1124

Kinderzimmer 1

IMG_1126

Kinderzimmer 2

IMG_1125

Auf diese Styroporplatten kommen dann sogenannte Wärmeleitbleche

Im Masterbad und Elternschlafzimmer

 

 

Kinderzimmer 3

IMG_1130

Dann kommen die Heizschläuche in die Wärmeleitbleche

IMG_1145

Hier seht ihr das Kinderbad- sogar schon mit Duschwanne 🙂

IMG_1140

Masterbad

IMG_1142

Flur

IMG_1144

Zum Schluss kommt noch eine Folie drüber

IMG_1141

Die Folie wird später nicht wieder entfernt, nein, sie liegt dann unter dem Trockenestrich.

IMG_1139

IMG_1137
Fertig! 🙂  Fehlt nur der Trockenestrich.

Wie ihr sehen könnt, sind noch nicht alle Zimmer fertig gespachtelt und geschliffen. Das gehört auch noch auf die „To-do“ Liste für nächste Woche. Achja, der Hausanschluss fehlt auch noch. Wir haben ihn zu Gunsten unserer Nachbarn verschoben und erwarten ihn morgen.

Naja.. das EG habe ich heute sträflich vernachlässigt und Euch vorenthalten aber auch hier geht es im Lille Petterhus gut voran. Die Wände sind fertig geschlossen und müssen nur noch gespachtelt und geschliffen werden, sodass unsere Malerarbeiten (oje, irgendwie gruselt’s mich jedesmal, wenn ich dieses Wort schreibe..) bald beginnen können.

Die letzten Wochen des Innenausbaus dachte ich ja:  Boah, geht das aber laaangsam voran! Doch mittlerweile zieht das Tempo gewaltig an, sodass ich ein bisschen in Zeitnot komme, wenn ich mir weiterhin bei Entscheidungen so schwer tue. 🙂

Außerdem wartet die Veranda ja noch auf ihren Anstrich. Sie wurde von unserem „Maler“ verschmäht nicht als zum Haus zugehörig erachtet. Tja, ihr Lieben, was soll ich dazu sagen? 😉

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Habt’s fein, Eure Stephanie

Allgemein · Heizung

Unsere Heizung – oder wie es warm wird im Petterhus

Hej! Der Frühling macht eine kurze Verschnaufpause und wie ich finde, ist das der passende Moment, um Euch über unsere Heizung zu berichten. Grundsätzlich ist das ja gar nicht so mein Thema. Heizung und so. Da aber diese Dinger auch nicht immer optische Highlights darstellen und gerne mal viel Platz im Innen- und Außenraum benötigen, war es nun doch plötzlich gar nicht mehr so uninteressant für mich.

Wir haben uns sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss für Fußbodenheizung entschieden. Auch wenn uns sehr wohl bewusst ist, dass die Vorlaufzeit etwas länger ist, und ein Kinderzimmer vielleicht nicht so schnell warm ist wie es der kleine Bewohner hin und wieder wünscht. Umgekehrt befinden sich kleine Menschen überwiegend bodennah und somit werden kleine Füße nun doch schneller warm als bei konventionellen Heizungen, diese scheiden bei mir jedoch schon aus rein optischen Gründen aus. Ganz zu schweigen von der Reinigung der Heizkörper.. Brrrrrr..

Um es in den Badezimmern dann auch richtig kuschelig zu haben, werden wir hier mit elektrischen Handtuchwärmern kombinieren. Da diese ja nur zusätzlich zum ohnehin schon warmen Bad zuheizen, hält sich der zusätzliche Stromverbrauch dann sehr in Grenzen. Eine zusätzliche Warmwasserleitung für drei Heizkörperchen im Haus fand ich irgendwie suspekt.

Außerdem wollten wir eine kleine Heizung.  Nicht so ein Riesenteil. Mit wenig Rohren drumherum. Ich hatte nämlich ein kleines „Heizungstrauma“ nachdem ich in einem Haus eines anderen Schwedenhausanbieters eine Luft- Wärme-Pumpe gesehen hatte, die sooo viele Rohre hatte, dass nahezu der komplette HWR damit befüllt war. Dann wird aus einem Hauswirtschaftsraum im Nu ein Technikraum. Und was manch einem Mann womöglich Freudentränen in die Augen treibt, sorgt bei mir eher für akute Panikattacken.

Was auch gar nicht geht, zumindest für ein Schwedenhaus, oder wenigstens für ein Lille Petterhus, ist so ein – ich nenne es mal – „Außenpropeller“ der Heizung.

Nein. Das geht nicht. Niemals.

Unsere Heizung macht das nicht. Sie ist toll. Kaum größer als ein Kühlschrank und die paar Rohre, die oben an ihr dranhängen werden noch versteckt werden. Und kein „Außenpropeller“. Ich liebe sie jetzt schon, sie hat den wundervollen Namen

Nibe F 750

img_0623.jpg

Ok, das hässliche Pappding (drunter versteckt sich der Sicherungskasten) hätte man vorher abnehmen können, ich gelobe Besserung 😉

So Ihr Lieben, das war’s schon für heute. In den nächsten Tagen mache ich nochmal ausführlich Bilder von unserer Elektro – und fertigen Sanitärinstallation. Ich freue mich, wenn Ihr wieder dabei seid 🙂

IMG_0637

 

Habt’s fein, Eure Stephanie