Allgemein · Boden · Holzdielen · Kinderzimmer · Kreidefarbe · Tapeten · Wandvertäfelung

Kinderzimmer 1

He ihr Lieben!

Zunächst möchte ich kurz meine neuen Leserinnen und Leser willkommen heißen. Schön, dass ihr da seid! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Zeilen!

Heute möchte ich euch mitnehmen auf einen kleinen Ausflug ins Kinderzimmer unserer Kleinsten. Sie ist nun dreieinhalb und gefühlt schon riiiesengroß:-) Deswegen durfte auch sie – wie alle anderen Petterhuskinder auch – sich die Tapete selbst aussuchen.

Stop.

‚Selbst aussuchen‘ ist relativ.

Sagen wir mal, sie durfte zwischen mehreren Tapeten auswählen.

Genaugenommen waren es zwei.

Ich finde Bibi und Tina oder Bibi Blocksberg jetzt per se nicht schlecht oder so. Aber an der Wand muss ich sie nicht haben. CD geht. Buch geht. Aber nicht an der Wand. Alleine beim Gedanken daran schüttelt’s mich 🙂

Sie hat sich – oh Wunder – für rosa entschieden. Seht ihr das? Es sind rosa Streifen – gaaanz feine dünne.

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Ganz fertig ist das Zimmerchen noch nicht, aber ich wollte euch nicht länger auf die Folter spannen und eigentlich war ich jetzt ganz froh, dass zunächst mal alles an Ort und Stelle steht.

  Auch in den Kinderzimmern haben wir uns für die klassischen geölten Eichendielen entschieden. Sie machen das Zimmer herrlich gemütlich finde ich.

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Das Bett ist noch ein Überbleibsel aus dem alten Zuhause. Mittelfristig möchte ich es gerne austauschen, mir ist leider nur noch nichts Passendes über den Weg gelaufen.

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Die heissgeliebte Puppi schläft in einem alten Puppenbett von Oma das kurzerhand geweißelt und neu bezogen wurde. Über dem Bett habe ich vorerst zwei kleine Regale aufgehängt, da kann man wunderbar die aktuellen Vorlesebücher deponieren und gerade fertiggestellte Kunstwerke der Kleinsten drapieren.

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Neben dem Bettchen kommt schon gleich mein geliebtes Halbmondfenster. Darunter passt wunderbar eine Banktruhe zum Draufklettern, Sitzen und dreihundertmillionen Duplosteine verstauen.

IMG_1633 Ursprünglich stammt sie ebenfalls aus dem schwedischen Möbelfachgeschäft. Sie war vorgesehen, die Nacht auf der Straße zu verbringen, um dort zu früher Stunde von den hässlichen lauten LKW abgeholt zu werden. Bis mein Blick auf meinen Kreidefarbenvorrat fiel 😉

Ein paar Schablönchen geschnappt – et voila! geht noch. 🙂 Hier könnt ihr auch nochmal die Tapete gaaanz genau sehen.

Fast alle Tapeten in unserem Haus sind aus Schweden. Ich liebe den Stil einfach!

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Diese alte Kommode ist ein Sperrmüllfund und eignet sich prima als Spielzeug – und Puzzleaufbewahrung. Hier kam auch wieder die Blümchenrolle von einem meiner letzten Blogposts zum Einsatz;  erinnert ihr euch?   Ein bisschen Kreidefarbe und ganz viel Nähzimmer

Auch wenn sie noch meilenweit von der Einschulung entfernt ist (glücklicherweise), so braucht auch die kleinste Maus im Haus doch bitte einen Schreibtisch. Passend dazu einen antiken Schulstuhl den ich in mühevoller Feinarbeit aufgearbeitet habe. Und was ist der Dank?

Einen echten Drehstuhl hätte die Dame gerne.

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Pustekuchen. Der Stuhl bleibt. 🙂

Als kleine Ablage für allerlei Krimskrams habe ich dieses kleine Regalchen vorgesehen. Ich habe es von einer ganz lieben Dame bekommen, die von Zeit zu Zeit kleine Schätze wie diesen in Frankreich aufstöbert.

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Und was eine kleine störrische  meinungsstabile Prinzessin unbedingt auch haben muss, ist natürlich ein Küche. Ich kann euch sagen. Dort gibt’s den weltbesten Tee. Mit vier Kilo Zucker und gaaanz viel Sahne.

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 Auch vor dem alten Kleiderschrank hat der Kreidefarbenpinsel nicht halt gemacht. Es ist der alte Schrank von meinem Papa. Meine Oma hatte ihn damals fast identisch für uns Kinder gestrichen.

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Nach seinem Einsatz verweilte er einige Jahrzehnte in diversen Abstellräumen, bis ich ihn nun zu höheren Diensten wiedererweckt habe. 🙂

Ist euch eigentlich etwas aufgefallen? Nein?

Guckt nochmal genauer.

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Immer noch nicht? Oder vielleicht doch?

Unsere Leisten um die Paneelen fehlen noch… Leider tun sie das noch in fast allen Zimmern. Es kommt aber auch immer irgendetwas Wichtiges dazwischen was ganz unbedingt dringend (!) vorher noch erledigt werden muss. So ist unsere Küche nun fertig und wartet darauf, vorgestellt zu werden.

Morgen wird ebenfalls ein großer Tag. Unser Carport / Abstellraum / Pergola wird montiert und fertiggestellt. Das muss ich euch natürlich auch schnellstmöglich zeigen. Vor der Küche. Und den Kinderzimmern 2 und 3. Und vor dem Befestigen der Abschlussleisten der Paneelen. Ist ja klar. Außerdem beschäftige ich mich derzeit mit der Auswahl der richtigen Dunstabzugshaube für das rote Schwedenhaus. Hier kann doch nicht einfach jede dahergelaufene Abzugshaube einziehen! Wisst ihr ja. Vergleichbar mit der äußert komplizierten Toilettensuche.

Am Ende fristet sie ein ungeliebtes Dasein wie ‚Ignazia die Wanne.‘ Undenkbar!

Bis ganz bald im Lille Petterhus.

Eure Stephanie

 

 

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Allgemein · Kreidefarbe

Ein bisschen Kreidefarbe und ganz viel Nähzimmer

Wie ihr ja wisst, stehe ich nicht nur auf weisse, sondern auch auf alte Sachen. Das wisst jetzt nicht nur ihr. Das weiß auch die liebe Dunja Supp aus dem Nähzimmer  im benachbarten Dörfchen. Die stupste mich vor einiger Zeit in ihrem wunderschönem Lädeli aufgeregt an und flüsterte mir ins Ohr, wo ich denn alte Klappläden aufsammeln kann.

Gesagt –  getan. Hingeflitzt und noch schnell aufgegriffen, was Dunja mir übriggelassen hatte 😉

Und weil ich es immer schöner finde, wenn man paarweise unterwegs ist, habe ich mir gleich „Kreti und Pleti“ ins Auto gestapelt.

. Und ab ging’s zum „Privatworkshop“ zurück in Dunjas Nähzimmer. Dort kann man nämlich nicht nur Nähen lernen und wunderbare (schwedenhaustaugliche) Stoffe und Deko ergattern, sondern auch alles rund ums Thema „Kreidefarben“ finden. Das All-inclusive Paket für mich sozusagen.

Ich habe mir zuerst „Kreti“ vorgenommen. Wie Ihr seht, hatte dieser nicht nur dringend einen Anstrich, sondern auch eine Behandlung mit Schleifpapier nötig…

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Normalerweise heißt es ja, unter Kreidefarbe muss man nicht Schleifen. In diesem Fall war es aber so, dass sich der Lack schon löste und abbröckelte, also haben wir unsere Lädelis im ‚Lädeli‘ erstmal grob geschliffen, abgesaugt und danach noch mit einem Schwamm vom Schmutz befreit.

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Weil wir beide weiss mögen und man es einfach am besten kombinieren kann, haben wir sie zunächst geweisselt. Auch nach dem zweiten Anstrich „bluteten“ der alte Lack und das Holz aus. Wir haben aber bewusst auf eine Grundierung verzichtet, denn dann hätten wir zwar eine gleichmäßige Farbgebung erhalten, den Shabby-Look aber verloren. Und wir fanden beide, dass alte Läden auch gerne alt bleiben dürfen.

Deswegen haben wir es auch beim Anstrich nicht so genau genommen und kreuz und quer gepinselt.

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Dunja hat eine wundervolle Blümchenwalze für ihre Kreidefarben. Das Motiv versetzt mich jedesmal in Verzücken, deswegen wollte ich es auf mindestens eines meiner Lädchen pinseln walzen.  Weil wir uns auch in dieser Hinsicht einig waren, haben wir es kurzerhand beide verwendet. 🙂

Und da man weiss auf weiss nun nicht so ganz super erkennt, haben wir noch schnell eine neue Farbe kreirt. Das geht so :

Farben in den Topf – gerührt – fertig!

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So sahen die Lädelis dann nach 2 Stunden aus:

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Während „Kreti“ nun unseren Kamin verschönern darf, wartet „Pleti“ vor der Tür noch auf seinen Einsatz.

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 Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, auch ein bisschen mit Kreidefarben zu experimentieren?

Wenn ja, wünsche ich euch viel Spaß und viel Erfolg dabei!

Bis bald im Lille Petterhus, Eure Stephanie

Allgemein · Kreidefarbe

SIY- Shabby it yourself

Hej da draußen! Heute gibt es keine News aus unserem roten Schwedenhaus. Nur indirekt:-)

Kennt ihr das? Ihr habt gewisse Möbel in Euren Räumen weil man die nun eben mal hat, aber gefallen tun sie Euch nicht richtig, sondern sie sind „einfach nur da“. So ging es mir mit unseren Nachtschränken. Irgendwie spießig, und überhaupt häßlich. Weg damit, raus, igitt bäh! So lebten wir jahrelang ohne Nachtschränkchen mit Kinderbücherstapeln als Ersatz- ungleich weniger häßlich. Und irgendwie auch gar nicht so praktisch. 🙂

Neues Haus, neues Glück – neue Schränkchen!

Sie haben wohl einige Jahre auf dem Buckel, offensichtlich ein bewegtes Leben hinter sich, sind an den Innenseiten sogar mit Sütterlinschrift bestückt und fristeten ein tristes Dasein in einem dunklen Eck eines Speichers, bis sie mir über den Weg liefen.

Und hier sind meine Schätzchen:IMG_0734

Hinz und Kunz 🙂

Leider habe ich versäumt, sie vor meiner „Behandlung“ zu fotografieren.

Ich hatte sie zuerst abgeschliffen. Eigentlich muss man das wenn man Kreidefarben verwendet nicht, aber ich habe das Gefühl, dass die Farbe trotzdem besser auf geschliffenem Untergrund hält.

Dann habe ich die beiden Putzigen mit einer Grundierung grundiert vorbehandelt. Dabei ist es wichtig, dass ihr eine Grundierung mit Sperrwirkung (Holzisoliergrund) verwendet. Sonst kann es passieren, dass ihr später gelbe Flecken auf euren guten Stücken seht. Und das ist wirklich ärgerlich. Ich habe es im Selbsttest ausprobiert, man kann so oft drüberpinseln wie man will. Sie kommen wieder. Ganz sicher.

 Ich habe einen farblosen Isoliergrund von Yellowchair für die Innenseiten verwendet und für die später weißen Flächen habe ich einen weißen Isoliergrund vom Baumarkt verwendet. Ich mag einfach weißen Isoliergrund lieber. Irgendwie sehe ich besser, wo ich schon gepinselt habe und wo nicht.

Nachdem beide Grundierungen getrocknet waren, habe ich die Schätzchen mit der Kreidefarbe von Yellowchair gleichmäßig, aber kreuz und quer bepinselt. Wegen ‚Shabby chic‘ und so.

Es gibt noch andere Hersteller von Kreidefarben, aber meine Farbe habe ich von der lieben Dunja von Nähzimmer mit Herz. Dort konnte ich mir die Farben in natura ansehen und hatte gleichzeitig noch ein paar Tipps in der Tüte 🙂 Für meine nächsten kleinen Projekte möchte ich aber gerne noch andere Hersteller ausprobieren und wenn ihr mögt, berichte ich euch gern darüber. Nicht, dass ich Yellowchair nicht klasse fand, aber ich habe gerne die Vergleichsmöglichkeit.

Anschließend gabe es eine Ladung Wachs. Ich habe farbloses Wachs von Yellowchair bei Schränkchen eins verwendet. Bei Schränkchen zwei verwendete ich Chalkpaint Wax von Annie Sloan.

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Und wisst ihr was?

Es machte für mich keinen Unterschied. Beide werden mit einem speziellen Pinsel einmassiert (nur gaaaanz wenig Wachs) und im Anschluss mit einem sauberen, fusselfreien (na klar!) Tuch poliert.

Um dem Ganzen noch ein bisschen „Shabby“ Style zu verleihen und um die Oberfläche zu glätten, kann man – muss man aber nicht – nochmal die Oberfläche mit Schleifpapier bearbeiten. Ich habe 240er verwendet, ich glaube, es wäre weniger arbeitsintensiv mit 220er Papier. Je nach gewünschtem Effekt.

Et voila:

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Entschuldigt bitte die Bildqualität- ich arbeite dran;-)

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Anschließend gab es noch einmal eine dünne Wachsschicht als ‚finish‚ und fertig!:-)

Und so werden noch viele andere Stücke aufgehübscht in unser Lille Petterhus mit uns einziehen.

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Macht es gut, lasst Euch vom Wetter nicht die Laune verderben und genießt die Osterfeiertage mit Euren Lieben!

Eure Stephanie