Allgemein

Welcome to reality – oder „Bauen im Rhein-Main Gebiet“

Hej hej!

Heute schreibe ich euch mal ein paar Zeilen übers Träume erfüllen, Traumgrundstücke und wer träumt hier eigentlich was? Oder ist das alles ein Traum?!

Für die, die heute viele Bilder erwarten, könnte es unter Umständen hart werden. Verzeiht mir! Beim nächsten Mal wird alles anders. 🙂

Der Herbst zieht ein im Petterhus, das Leben wird ruhiger, und es bleibt die eine oder andere Minute zum Nachdenken.

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Hier seht ihr übrigens unseren neuen Abstellraum, darüber berichte ich auch ganz bald, versprochen!

Immer wieder stößt man bei der Recherche rund ums Eigenheim auf wertvolle Tipps. Ein paar sind echt klasse, manche mögen für den einen hilfreich sein, dem anderen jedoch ringen sie nur ein müdes Lächeln ab.

So zum Beispiel das Thema „Wie finde ich mein Traumgrundstück?“ Jetzt stellt sich mir ja schonmal die Frage, was ist denn bitte genau ein „Traumgrundstück“ und über welche Art von Träumen reden wir? Realistische Träume? „Wolke 7 Träume“? Gar Albträume? Und wer träumt denn was? Und wer beurteilt denn, ob mein Traum ein guter war, wenn nicht ich selbst?

Mein absolut persönliches „Traumgrundstück“ wäre ja in Waldrandlage irgendwo im Hügelland fernab von großstädtischem Trubel. Ein paar Pferde, Hühner, Esel und was sonst noch so dazu gehört. Oder halt ne Hütte auf der Alm. Mit Kühen, viel frischer Milch und wenig Menschen.

Andere wiederum haben ihr „Traumgrundstück“ vielleicht lieber mitten in einer Großstadt mit reichlich Infrastruktur, dafür aber kleinem Grund ausgestattet.

Eines war vorneweg klar: Mein Traumgrundstück werden wir hier –  20 Fahrminuten von Deutschlands größtem Flughafen entfernt – definitiv nicht finden. Allein diesen Gedanken zuzulassen, war ein langer Prozess.

Also kurz Luft angehalten; Augen ausgeheult zu und durch.

Wir wollten innerhalb unserer Gemeinde bleiben, die Grundschule und der Kindergarten sollten weiterhin fußläufig, sowie die unzähligen weiterführenden Schulen mit dem Stadtbus zügig erreichbar sein. Und – auch wenn mich beim Gedanken daran wilde Panik erfasst – unsere Mädels sollten es später zum Ausgehen nicht zu weit haben, ich mache nämlich ungern nächtliche Weltreisen. Außerdem gruselt’s mich immer, wenn ich an Alleen oder an kurvigen Landstraßen Kreuze am Wegesrand finde. Ich möchte ihnen Flügel geben, aber doch nicht so! Sie dürfen also quasi in homöopatischen Dosen Großstadtluft schnuppern, in der Hoffnung, dass sie sich später ohne uns dort besser zurechtfinden.

 Aber parkähliche Grundstücke in Stadtrandlage??! Ist nicht. Oder halt, stop! Lasst es mich so formulieren: Parkähnliche, für uns bezahlbare Grundstücke.

Leider blieb uns daher keine andere Wahl, als im ortsansässigen und von uns lange und konsequent verschmähten Neubaugebiet ein Plätzchen zu suchen. Strenger B-Plan, wenig Platz. Zwei Grundstücke kaufen, aber nur ein Haus darauf bauen? Ist schon gar nicht.

Ich wusste, nein, ich ahnte, es wird schlimm.

Und es kam noch schlimmer. Ehrlich.

Unser Grundstück hat knapp 500 qm, nicht gerade üppig, wenn es mal genau nimmt. Mehr ging nicht, nur nach Norden ausgerichtet, das mochte ich dann aber auch nicht. Außerdem machen 100 qm mehr jetzt auch nicht unbedingt mein Traumgrundstück draus.

Sukzessive füllt sich dieses Gebiet nun. Natürlich nicht mit Schwedenhäusern, ist ja klar. (Das wäre mein Traum 2.0). Und ihr Lieben, es gibt wirklich schöne Häuser aus Stein. Ganz sicher. Aber unter ‚Stadtvilla‘ stelle ich mir eben etwas anderes vor als „Klötze“. Eher herrschaftlich. Mit Geschnörkel. „Echte“ Architektur.

Liebe Architekten, steinigt mich nicht. Aber das, was eure Kollegen ganz viel früher einmal gebaut haben, gefällt mir persönlich eben einfach besser.

Kurzum. Es ist eng. Und zwar sehr. Ich finde es auch nicht schön. Vielleicht bin ich sogar ein bisschen geknickt.  Aber es ist die Realität. Es ist das 21. Jahrhundert und wir leben nur einen Steinwurf vom größten deutschen Flughafen entfernt. Wir leben nicht in der heilen Insta- oder Bloggerwelt, oder im weitläufigen Niedersachsen oder so weit von der nächsten Großstadt entfernt, dass ich unsere Kinder mitten in der Nacht wecken muss, um sie pünktlich in der Schule zu wissen.

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Blick aus dem Badezimmer. Schön, nicht? Allerdings wird hier in einigen Jahren das nächste Neubaugebiet errichtet. Das wussten wir allerdings erst, nachdem wir unterschrieben hatten. Hätte es etwas geändert? Wohl kaum.

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Blick aus dem Kinderzimmer. Dazu fehlen mir die Worte. Nur Zahlen, die hab‘ ich. Zwischen beiden Hauswänden beträgt der Abstand 7,50 Meter.

Wir haben Grundstückspreise, die jenseits von Gut und Böse sind. Aber unsere Kinder fallen förmlich aus der Türe von der Veranda und sehen andere Kinder, ihre Freunde, die morgens mit Ihnen zur Schule laufen, mit ihnen lachen, weinen und das Neubaugebiet rocken. Sie sehen nun einmal keine wunderschöne Landschaft, die zwar Mama entzückt, aber auf Dauer wenig unterhaltsam ist. Wir leben leider nicht in Büllerbü. Wir leben aber in unserem persönlichen Traumhaus in einer sehr realistischen Umgebung.

Und wer weiss, vielleicht finden wir irgendwann einmal, weit entfernt von Fluglärm und engen, unschönen Neubaugebieten, unser ganz eigenes „Traumgrundstück“ und es gibt ein neues Petterhus.

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Ich wünsche euch einen schönen Abend und süße Träume,

Eure Stephanie

 

 

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Allgemein · Holzarbeitsplatte · Küche

Kitchenstories

Hej ihr Lieben,

Heute zeige ich euch mal unsere Küche. Sie ist das Herzstück unseres Hauses und geht in einen offenen Ess-Wohnbereich über. Den zeige ich euch aber erst, wenn er vorzeigbar ist – so ganz viel Realität braucht’s ja nicht, gelle 😉

Da  sich der überwiegende Teil unseres Tagesablaufs in der Küche und im Wohnbereich abspielt, war mir wichtig, dass sie zum restlichen Innenleben des Lille Petterhus passt.

Wie viele von Euch wissen, bin ich mit 1,50 m in Sachen Körpergröße nicht gerade das, was man gemeinhin als „groß“ bezeichnet. Es musste dementsprechend eine Küche sein, deren Sockel ebenfalls eher nicht so hoch ist – bei gleichzeitig voller Schrankinnengröße. Denn auf Stauraum wollte ich auf gar keinen Fall verzichten. Niemals!

Klingt einfach, ist es aber nicht. Daran sind die regulären Küchenhäuser schlichtweg gescheitert.

Außerdem wollte ich ganz unbedingt eine klassische Speisekammer in unserem Schwedenhaus. (Wer will schon immer in den nicht vorhandenen Keller laufen?)  Gleichzeitig darf diese nicht zu viel Wohnraum kosten.

Aber wofür hat man einen Bauleiter?

Herr Rossmanith zauberte uns einfach eine wunderbare  Speisekammer die sogar in die Küche integriert ist.

Die, die es genauer wissen wollen, können hier nochmal schauen.

Was keiner von uns hätte ahnen können war aber, dass eben diese putzige Speisekammer ein riesengroßes Problem darstellen kann. Ist schließlich keine Standardtür durch welche man dort hineingelangt. Gibt es nicht im Katalog. Geht nicht. Punkt. Fertig. Aus.

„Ein Schreiner kann helfen!“ Denken jetzt sicher viele von Euch, oder?

Das dachten wir zunächst auch, allerdings arbeitet der ein oder andere Schreiner mit Küchenhäusern zusammen.  Dort wiederum hat mir entweder keine Front gefallen oder ich fand die Preise und den Kundenservice gruselig suboptimal. Oh, oder mir wurde vorgeschlagen, eine „ultramoderne schwebende Stylo- Dunstabzugshaube“ einzubauen. Ins Lille Petterhus. Ins Lille Petterhus??!

Wir hatten Stunden, ach was, Nächte damit verbracht, unsere Küche zu planen. Pläne wurden verworfen, wiederbelebt und doch wieder geändert. Letztendlich sind wir glücklicherweise bei einer wunderbaren Küchenplanerin gelandet,  die sofort erkannte wie ich ticke, meine Wünsche umsetzte und mir einen Plan zeichnete, der sich auf Anhieb mit meine Ideen deckte. Die Küche wurde problemlos an meine Körpergröße angepasst und auch die Speisekammer-Problematik war im Nu verschwunden 🙂

Et voila:

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Wir hatten uns anfangs bewusst noch keine Dunstabzugshaube einbauen lassen. Klar, weil ich auf die Schnelle ( 6 Monate) keine gefunden habe, die mir wirklich gut gefällt.

Und wisst ihr was? Das bleibt jetzt so. Ich brauche keine Dunstabzugshaube, habe ich beschlossen. Wir haben ein Lüftungssystem und alles was fettig ist, brate ich draußen auf der Pergola. So sind meine Tagesgerichte zunächst vielleicht ein kleiiin wenig wetterabhängig, aber wofür gibt es Regenschirme, Sonnenschirme und Schneebrillen?

Stattdessen lassen wir nun den Anschluss versetzen und zwei statt nur einer Pendelleuchten werden die Kochstelle schmücken.

Und so sieht sie jetzt aus:

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Zwischen dem Einbaukühlschrank und dem Backofen seht ihr den Eingang in unsere berühmte Speisekammer.

 

Mein Dank geht an Frau Barth und Firma Beckermann, die das erst ermöglicht haben!

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Ich bin froh, dass wir auf den Fliesenspiegel verzichtet und uns für meine geliebte Wandpaneele entschieden haben.

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Für mich gehört eine Holzarbeitsplatte zur Landhausküche wie Ketchup zu Pommes, Sonne zum Sommer, Schnee zum Winter und Birken zum Schwedenhaus. Ich habe sehr dafür gekämpft, mich fast umentschieden und im letzten Moment meinem Bauchgefühl freien Lauf gelassen und bereue es nicht.

Na klar werde ich bald den ein oder anderen Fleck finden, dafür erzählt sie ihre aber eigene echte ‚Kitchenstory‘. Sie lebt mit uns. Das kann eine  Steinplatte nicht.

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Die Kücheninsel – die gar keine ist- wurde auf  „Zwergniveau“ abgesenkt, sodass ich das erste Mal in meinem Leben ohne Zehenspitzen in einen Kochtopf schauen kann.:-) Tschö ihr lieben Höckerchen!

Auch das ist wieder einer der Gründe, die gegen eine Dunstabzugshaube sprechen:  Falls sich Herr Petterhus an den Herd verirren würde, würde er beim Kochen selbige vor seinem Gesicht wiederfinden. Herr Petterhus muss sich ohnehin nun leider beim Kochen fast auf die Knie begeben, da er sich aber nur selten an die Insel – die keine ist – verirrt, ist das nicht so dramatisch. Finde ich.

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Dieses liebgewonnene Buffet habe ich noch aus unserem alten Zuhause mitgenommen. Die Wand haben wir extra anpassen lassen. Ein bisschen verrückt, aber Abschied nehmen gehört auch nicht gerade zu meinen Kernkompetenzen..

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Ich hoffe, euch hat’s gefallen, bis ganz bald im Lille Petterhus!

Eure Stephanie

 

 

 

 

 

 

 

Allgemein

Kinderzimmer 2

Hej hej!

 

Seid ihr noch alle da? Ja?

Ich freu‘ mich!! Los geht’s!

Stellt Euch vor, es ist ein bisschen was passiert am und ums Schwedenhaus. Jetzt nichts Mega – spektakuläres oder so, aber ein bisschen was.

Die Pergola wurde abgebaut, ( Ja, ihr lest richtig!) das Gerüst unseres Abstellraumes und des Carports gestellt und die Pergola wieder aufgebaut. Zumindest teilweise.

Und dann?

Nichts.

Plötzlich waren sie weg unsere fleißigen Helferlein. Und kommen angeblich am kommenden Wochenende wieder.

Es gab mal jemanden in meinem Leben, dessen Leitspruch war : “ Geduld mein Herz, Geduld.“

Ich arbeite dran.

Heute nehme ich euch lieber noch mal mit ins Lille Petterhus in der Hoffnung, euch ganz bald Außenbilder zeigen zu können.

Darf ich vorstellen:

Kinderzimmer Nummer 2

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Vom Schnitt ist es nahezu identisch wie Kinderzimmer Nummer 1, aber ein klitzekleines bisschen größer (das habt ihr jetzt nicht gelesen).

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Das Bett habe ich beim Auktionshaus für ganz wenig Geld ergattert, weiss gestrichen und noch mit dem passenden Rost versehen. Die Menschen früher waren anscheinend eher so klein wie ich heute noch, deswegen mussten wir uns einen passenden Lattenrost selbst bauen. Das war überhaupt kein Problem, denn was es ums rote Schwedenhaus  wirklich reichlich gibt, ist -Holz! 🙂

Und das Stühlchen? Das gibt es gleich zweimal im Lille Petterhus . Ich hatte es in mehreren Schichten grau und weiß gepinselt und im Anschluss gekälkt. Somit eignet es sich jetzt als Klettergelegenheit, „Höhenunterschiedüberbrücker“, Kleiderablage, Nachttisch und leider auch manchmal als „Schwesternabwehrgerät“.

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Auch hier habe ich die kleinen Regale als Ablage über dem Bett angebracht. Da das Kopfteil sehr hoch ist und wir einen Kniestock von 1,65 m haben, konnte ich leider kein Regal über dem Kopfende aufhängen. Es hat aber nun einen anderen Platz gefunden 🙂

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Unter meinem Lieblingsfenster steht hier eine Bank, in der man abends genau das verstecken kann, was sich in vergnügten Spielestunden über Tag angesammelt hat. Ab und zu dürfen auch die Petterhuskinder den Pinsel und die Patschehände zum Einsatz bringen und so haben sie mit großer  Euphorie am Bänkchen selbst „Hand angelegt“.

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Leider hat eines der Petterhuskinder kürzlich ein bisschen übermotiviert den Schrank geöffnet, sodass wir vorübergehend auf ein Türchen verzichten müssen. Und weil ich für mehr Realität auf Blogs bin, zeige ich euch auch den Spielzeugschrank daneben 🙂

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Ich überlege gerade, ob es nicht hübsch wäre, einen kleinen Vorhang vor das untere  Regal anzubringen. Allerdings haben es die Petterhuskinder ja bekannterweise nicht mit feinmotorischen Fertigkeiten, was mich wiederum zum Grübeln bringt, ob das Vorhängchen dauerhaft an Ort und Stelle weilt. 🙂

Ein richtiges echtes Schulkind braucht natürlich unbedingt auch einen Schreibtisch. Hier wird sich in der nächsten Zeit noch herausstellen, an welchen Platz er schlussendlich wandern wird .

 

Wie alle meine aufbereiteten Möbel ( oder ungeliebten Badewannen) hat auch dieser Kleiderschrank einen Namen.

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„Das Ungetüm“ nenne ich ihn. Nicht sehr nett – ich weiß – aber im Ernst.

Er ist riiiiesig. Ich habe ihn seinerzeit zum Auszug bekommen. Schön in „Kiefer Natur“.

Gelaugt, geölt.

Zum Wegwerfen war er mir zu schade, also her mit Pinsel und Farbe und noch mehr Geduld und los geht’s. Eigentlich sollte er im Kinderzimmer 1 landen, deswegen hat er auch rosa Knöpfe, aber dort steht ja nun sein kleiner Bruder.

Ich muss sagen, das war eines meiner anstrengendsten und zeitintensivsten Projekte, aber es hat sich gelohnt! Und Platz ist da drin sag‘ ich Euch! Ich könnte einen Petterhuskindergarten mit Kleidung versorgen 🙂

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Manchmal hat sich die Wäsche durch das gelaugte und geölte Holz gelblich verfärbt. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist wirklich ärgerlich, denn die Kleidung kann dann direkt in den Mülleimer wandern. Es sei denn , sie ist schwarz oder blau. 😉

Deswegen habe ich kurzerhand alle Böden und Schubladen mit Folie beklebt.

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Noch mal kurz umgeschaut:

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Blick ins rosa Zimmer:

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 Blick ins Kinderbad:

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Das war’s für heute ihr Lieben, ich wünsche Euch eine schöne Restwoche! Ich hoffe, ihr besucht mich bald wieder,

 

Eure Stephanie

Allgemein · Boden · Holzdielen · Kinderzimmer · Kreidefarbe · Tapeten · Wandvertäfelung

Kinderzimmer 1

He ihr Lieben!

Zunächst möchte ich kurz meine neuen Leserinnen und Leser willkommen heißen. Schön, dass ihr da seid! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Zeilen!

Heute möchte ich euch mitnehmen auf einen kleinen Ausflug ins Kinderzimmer unserer Kleinsten. Sie ist nun dreieinhalb und gefühlt schon riiiesengroß:-) Deswegen durfte auch sie – wie alle anderen Petterhuskinder auch – sich die Tapete selbst aussuchen.

Stop.

‚Selbst aussuchen‘ ist relativ.

Sagen wir mal, sie durfte zwischen mehreren Tapeten auswählen.

Genaugenommen waren es zwei.

Ich finde Bibi und Tina oder Bibi Blocksberg jetzt per se nicht schlecht oder so. Aber an der Wand muss ich sie nicht haben. CD geht. Buch geht. Aber nicht an der Wand. Alleine beim Gedanken daran schüttelt’s mich 🙂

Sie hat sich – oh Wunder – für rosa entschieden. Seht ihr das? Es sind rosa Streifen – gaaanz feine dünne.

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Ganz fertig ist das Zimmerchen noch nicht, aber ich wollte euch nicht länger auf die Folter spannen und eigentlich war ich jetzt ganz froh, dass zunächst mal alles an Ort und Stelle steht.

  Auch in den Kinderzimmern haben wir uns für die klassischen geölten Eichendielen entschieden. Sie machen das Zimmer herrlich gemütlich finde ich.

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Das Bett ist noch ein Überbleibsel aus dem alten Zuhause. Mittelfristig möchte ich es gerne austauschen, mir ist leider nur noch nichts Passendes über den Weg gelaufen.

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Die heissgeliebte Puppi schläft in einem alten Puppenbett von Oma das kurzerhand geweißelt und neu bezogen wurde. Über dem Bett habe ich vorerst zwei kleine Regale aufgehängt, da kann man wunderbar die aktuellen Vorlesebücher deponieren und gerade fertiggestellte Kunstwerke der Kleinsten drapieren.

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Neben dem Bettchen kommt schon gleich mein geliebtes Halbmondfenster. Darunter passt wunderbar eine Banktruhe zum Draufklettern, Sitzen und dreihundertmillionen Duplosteine verstauen.

IMG_1633 Ursprünglich stammt sie ebenfalls aus dem schwedischen Möbelfachgeschäft. Sie war vorgesehen, die Nacht auf der Straße zu verbringen, um dort zu früher Stunde von den hässlichen lauten LKW abgeholt zu werden. Bis mein Blick auf meinen Kreidefarbenvorrat fiel 😉

Ein paar Schablönchen geschnappt – et voila! geht noch. 🙂 Hier könnt ihr auch nochmal die Tapete gaaanz genau sehen.

Fast alle Tapeten in unserem Haus sind aus Schweden. Ich liebe den Stil einfach!

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Diese alte Kommode ist ein Sperrmüllfund und eignet sich prima als Spielzeug – und Puzzleaufbewahrung. Hier kam auch wieder die Blümchenrolle von einem meiner letzten Blogposts zum Einsatz;  erinnert ihr euch?   Ein bisschen Kreidefarbe und ganz viel Nähzimmer

Auch wenn sie noch meilenweit von der Einschulung entfernt ist (glücklicherweise), so braucht auch die kleinste Maus im Haus doch bitte einen Schreibtisch. Passend dazu einen antiken Schulstuhl den ich in mühevoller Feinarbeit aufgearbeitet habe. Und was ist der Dank?

Einen echten Drehstuhl hätte die Dame gerne.

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Pustekuchen. Der Stuhl bleibt. 🙂

Als kleine Ablage für allerlei Krimskrams habe ich dieses kleine Regalchen vorgesehen. Ich habe es von einer ganz lieben Dame bekommen, die von Zeit zu Zeit kleine Schätze wie diesen in Frankreich aufstöbert.

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Und was eine kleine störrische  meinungsstabile Prinzessin unbedingt auch haben muss, ist natürlich ein Küche. Ich kann euch sagen. Dort gibt’s den weltbesten Tee. Mit vier Kilo Zucker und gaaanz viel Sahne.

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 Auch vor dem alten Kleiderschrank hat der Kreidefarbenpinsel nicht halt gemacht. Es ist der alte Schrank von meinem Papa. Meine Oma hatte ihn damals fast identisch für uns Kinder gestrichen.

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Nach seinem Einsatz verweilte er einige Jahrzehnte in diversen Abstellräumen, bis ich ihn nun zu höheren Diensten wiedererweckt habe. 🙂

Ist euch eigentlich etwas aufgefallen? Nein?

Guckt nochmal genauer.

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Immer noch nicht? Oder vielleicht doch?

Unsere Leisten um die Paneelen fehlen noch… Leider tun sie das noch in fast allen Zimmern. Es kommt aber auch immer irgendetwas Wichtiges dazwischen was ganz unbedingt dringend (!) vorher noch erledigt werden muss. So ist unsere Küche nun fertig und wartet darauf, vorgestellt zu werden.

Morgen wird ebenfalls ein großer Tag. Unser Carport / Abstellraum / Pergola wird montiert und fertiggestellt. Das muss ich euch natürlich auch schnellstmöglich zeigen. Vor der Küche. Und den Kinderzimmern 2 und 3. Und vor dem Befestigen der Abschlussleisten der Paneelen. Ist ja klar. Außerdem beschäftige ich mich derzeit mit der Auswahl der richtigen Dunstabzugshaube für das rote Schwedenhaus. Hier kann doch nicht einfach jede dahergelaufene Abzugshaube einziehen! Wisst ihr ja. Vergleichbar mit der äußert komplizierten Toilettensuche.

Am Ende fristet sie ein ungeliebtes Dasein wie ‚Ignazia die Wanne.‘ Undenkbar!

Bis ganz bald im Lille Petterhus.

Eure Stephanie

 

 

Allgemein

Einschulung im Petterhus oder – Herr Goethe hat leicht reden

Heute war ein ganz besonderer Tag im Petterhus.

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Das mittlere Petterhuskind hatte heute seinen großen Tag.

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Auch für mich ist dieser Tag immer ein ganz besonderer und so war ich gestern bis in den späten Abend fleißig und habe versucht, so gut es geht alles hübsch vorzubereiten und dem Anlass entsprechend zu dekorieren.

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Dieser Tag bedeutet für mich aber nicht nur Stolz und Vorfreude, sondern immer wieder von Neuem ein Stück  „Loslassen“. Und Abschied nehmen.

 Abschied nehmen von langen morgendlichen Kuscheleinheiten, Abschied von verschwitzten Kleinkinderköpfen die so verdammt gut schnuppern. Von lustigen Sätzen wie „Mami, ich hab‘ die Welt angefurzt“. Abschied von kleinen, dicken Händen die nach meinen greifen. Von den Momenten, als Mama noch allwissend war. Von Spaziergängen, die erfüllt waren von großen und kleinen Wundern. Ein kleiner Abschied vom Gefühl des Gebraucht-Werdens.

Mir fällt es schwer, auf dem schmalen Grat zwischen „Wurzeln“ und „Flügeln“ zu balancieren.

Häufig muss ich Innehalten, Atmen und mich Besinnen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und ins Straucheln zu kommen.

Oft lehne ich mich aber auch auf die sichere Seite der „Wurzeln“, um mich auszuruhen und abzuwarten, bis ich mich wieder gefangen habe und weitergehen kann.

Aber wie schön ist es dann, wenn eine kleine, nicht mehr ganz so speckige Hand nach meiner greift und mir hilft, meinen Weg weiterzugehen.

Go wild mein „Hutzelchen“!

Wir schaffen das!

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In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Woche und allen Schulkindern und Eltern eine tolle Zeit!

 

Bis ganz bald im Schwedenhaus,

Eure Stephanie

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Allgemein · Bad · Boden · Fliesen

..und noch mehr Badezimmer

Boah. Ich habe ja gedacht, ich könnte euch mords die fertigen Bilder mit mega Deko und drumherum zeigen. Nun ja.

Lasst es mich so formulieren:

Ausbaufähig.

So einfach wie ich dachte, geht das – mal wieder – überhaupt nicht. Und schnell schon gar nicht. Schließlich möchte ich ja möglichst viel ‚Stephanie‘ im Schwedenhaus und wenig Katalogdeko. Die wiederum ist schnell zu bekommen – das was mir gefällt, erfordert allerdings wieder massenhaft einer meiner Kernkompetenzen. Geduld.

Ich wollte euch aber nicht länger warten lassen und zeige jetzt einfach mal, was so los ist im –

Kinderbad

Ich persönlich mag es ja nicht sonderlich, wenn man beim Betreten eines Bades gleich in die Toilette fällt, oder sie einem direkt ins Blickfeld hüpft.

Aber ihr müsst da jetzt kurz durch. Schließlich habe ich lange genug über meine nicht vorhandenen Toiletten philosophiert. Also tapfer sein. Augen zu auf und durch!

Hier ist eine davon:

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Das ist wirklich ein Modell, mit dem ich gut leben kann.

Für die Kinder haben wir uns für einen Waschtisch vom Möbelschweden entschieden.

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Die Dusche ist der einzige Bereich, wo wir auf Fliesen nicht verzichten konnten. Ich bin mal gespannt, wie viel  Arbeit es sein wird, die Metrofliesen nach dem Duschen zu reinigen. Aber was soll’s, schließlich ist es ja das Kinderbad. Und wer dort duscht, muss auch putzen. 🙂

Duschabtrennung gibt es leider auch hier noch keine. Immerhin sind landein – landaus Ferien. Da möchte niemand so wirklich im Schwedenhaus arbeiten…

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Es fehlen leider noch einige Abschlüsse der Wandpaneelen, die Lämpchen am Spiegel und ein bisschen Deko, das steht aber auf unserer To-do Liste fürs Wochenende. Die Fliesen sind übrigens von Vives 1900, die Serie heißt Macaya Humo.

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Und nun hereinspaziert ins Elternbad.

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Huch, da ist mir glatt eine dekorative Toilettenpapierhalterung ins Bild gehüpft… so ist das, wenn man mehrere Sachen gleichzeitig erledigt 😉

Auch im Elternbad habe ich so weit es geht auf Fliesen verzichtet. Zwar sollten unsere Wände mit einer Wandvertäfelung geschmückt sein, das haben wir aber wirklich nicht vor unserem Einzug geschafft, so dass dies ein weiterer Punkt wäre, den wir im Winter abzuarbeiten haben. Oder im Frühling. Vielleicht auch erst im nächsten Sommer. 🙂

Die Badewanne musste leider – weil es keine freistehende ist- eingemauert werden. Verzeiht meine folgenden Worte, aber ich kann sie nicht leiden.

Mein Traum und Wunsch war ganz klar eine freistehende Badewanne. So eine mit Löwenfüßen. Hübsch, nett, shabby, mein Stil. Angeblich wäre sie viiiel zu groß für die Nische gewesen. Außerdem-ohweia- geht das dann mit dem Ablauf nicht, häßliche Kanten und so. Und ein kleineres Modell, -oh nein! – da badet der arme Mann mit Knien an der Nase.

Jetzt haben wir diese. Ich nenne sie Ignazia. Einfach weil ich sie nicht leiden kann. Und noch dazu wurde sie leider vom Installateur zu klein bestellt. Aber mit Ignazia habe ich noch Großes vor. Irgendwie hübsche ich sie schon noch auf. Eine Idee hätte ich schon… (mal abgesehen von Rausreißen und durch eine Freistehende ersetzen.)

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Das ist Ignazias Armatur. Wenigstens ein Lichtblick für meine badewannengeplagten Augen.

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Wir haben zwar keine direkten Nachbarn auf dieser Seite, doch laufen immer mal wieder Spaziergänger auf einem kleinen Feldweg in der Nähe vom Lille Petterhus vorbei, sodass ich uns auch hier vor neugierigen Blicken schützen wollte. In diesem Fall habe ich mich für einen mobilen Shutter entschieden. Durch die Lamellen kann ich wunderbar mit dem Lichteinfall spielen und die Sonne scheint immer so romantisch durch die Ritzen:-)

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Der Waschtisch ist noch nicht ganz fertig. Hier wollte ich keinen vom Möbelschweden.

Aber leider gefallen mir die herkömmlichen Unterschränke aus den Sanitärfachgeschäften so üüüberhaupt nicht. Wenn man es genau nimmt, gefallen mir Waschbeckenunterschränke grundsätzlich nicht. Also habe ich mich mal umgeschaut, was auf dem ‚DIY- Waschtischunterschrank- Markt‘ so los ist. Da war viel los. Sogar zum Kaufen. Leider nicht in unserem Budget. Blöd. Und jetzt?

Klar, Frau Petterhus hat eine Idee, schleppt das Material an und Herr Petterhus muss ran. Ganz fertig ist das Projekt noch nicht, denn Herr Petterhus musste noch schnell und sofort DIY- Lämpchen anbringen, aber ich hoffe, ich kann euch alsbald das fertige Schränkchen zeigen.

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Ohne Fliesen ging es selbstfreilich auch in der Elterndusche nicht. In der Nische ist ganz viel Platz für die dreihundert Shampoos, Duschgels und Conditioner und was Frau sonst so braucht. Und auch hier haben wir uns für eine Regendusche entschieden.

Die Fliesen sind wie auch im Kinderbad von Vives und nennen sich Calvet Gris.

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Der Bodenbelag war eine schwierige Entscheidung. Eigentlich hätte ich gerne die Dielen aus den Wohnräumen fortgeführt. Aber ein bisschen hat die Vernunft und auch die Faulheit gesiegt und wir haben uns letztendlich für Fliesen in Holzoptik entschieden.

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Ihr seht, wir haben noch ordentlich zu tun im Lille Petterhus. Einiges wird erschwert durch die mangelnde Motivation einiger Gewerke die eigentlich noch Arbeit im Schwedenhaus hätten. So stehen noch einige Übergänge zwischen Dielen und Fliesen aus, einige Sockelleisten sind vergessen worden und leider findet unser Parkettleger so plötzlich überhaupt keine Gelegenheit mehr, dies zu verbessern. Internet gibt es auch nicht. Das braucht kein Mensch sagt die Telekom. 🙂 Und auch einige Bewegungsmelder funktionieren nur, wenn ich mit Holzlatten hektisch davor herumfuchtle.

Dafür haben wir jetzt eine vorsichtige Zusage, dass unser Carport und die Pergola samt Abstellraum in 10 Tagen gestellt werden.

Wünschenswert wäre es, denn nur so können wir unser Büro endlich als solches nutzen, derzeit dient es tatsächlich als Rumpelkammer samt Werkbank.

So ihr Lieben, bevor ich mich verabschiede, zeige ich euch noch schnell , was ich mit den nicht ganz so ansehnlichen Kaminecken veranstaltet habe.

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In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende mit bitte ganz viel Sonnenschein und wenig Regen.

Habt’s fein, Eure

Stephanie

Allgemein · Kreidefarbe

Ein bisschen Kreidefarbe und ganz viel Nähzimmer

Wie ihr ja wisst, stehe ich nicht nur auf weisse, sondern auch auf alte Sachen. Das wisst jetzt nicht nur ihr. Das weiß auch die liebe Dunja Supp aus dem Nähzimmer  im benachbarten Dörfchen. Die stupste mich vor einiger Zeit in ihrem wunderschönem Lädeli aufgeregt an und flüsterte mir ins Ohr, wo ich denn alte Klappläden aufsammeln kann.

Gesagt –  getan. Hingeflitzt und noch schnell aufgegriffen, was Dunja mir übriggelassen hatte 😉

Und weil ich es immer schöner finde, wenn man paarweise unterwegs ist, habe ich mir gleich „Kreti und Pleti“ ins Auto gestapelt.

. Und ab ging’s zum „Privatworkshop“ zurück in Dunjas Nähzimmer. Dort kann man nämlich nicht nur Nähen lernen und wunderbare (schwedenhaustaugliche) Stoffe und Deko ergattern, sondern auch alles rund ums Thema „Kreidefarben“ finden. Das All-inclusive Paket für mich sozusagen.

Ich habe mir zuerst „Kreti“ vorgenommen. Wie Ihr seht, hatte dieser nicht nur dringend einen Anstrich, sondern auch eine Behandlung mit Schleifpapier nötig…

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Normalerweise heißt es ja, unter Kreidefarbe muss man nicht Schleifen. In diesem Fall war es aber so, dass sich der Lack schon löste und abbröckelte, also haben wir unsere Lädelis im ‚Lädeli‘ erstmal grob geschliffen, abgesaugt und danach noch mit einem Schwamm vom Schmutz befreit.

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Weil wir beide weiss mögen und man es einfach am besten kombinieren kann, haben wir sie zunächst geweisselt. Auch nach dem zweiten Anstrich „bluteten“ der alte Lack und das Holz aus. Wir haben aber bewusst auf eine Grundierung verzichtet, denn dann hätten wir zwar eine gleichmäßige Farbgebung erhalten, den Shabby-Look aber verloren. Und wir fanden beide, dass alte Läden auch gerne alt bleiben dürfen.

Deswegen haben wir es auch beim Anstrich nicht so genau genommen und kreuz und quer gepinselt.

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Dunja hat eine wundervolle Blümchenwalze für ihre Kreidefarben. Das Motiv versetzt mich jedesmal in Verzücken, deswegen wollte ich es auf mindestens eines meiner Lädchen pinseln walzen.  Weil wir uns auch in dieser Hinsicht einig waren, haben wir es kurzerhand beide verwendet. 🙂

Und da man weiss auf weiss nun nicht so ganz super erkennt, haben wir noch schnell eine neue Farbe kreirt. Das geht so :

Farben in den Topf – gerührt – fertig!

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So sahen die Lädelis dann nach 2 Stunden aus:

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Während „Kreti“ nun unseren Kamin verschönern darf, wartet „Pleti“ vor der Tür noch auf seinen Einsatz.

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 Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, auch ein bisschen mit Kreidefarben zu experimentieren?

Wenn ja, wünsche ich euch viel Spaß und viel Erfolg dabei!

Bis bald im Lille Petterhus, Eure Stephanie