Allgemein · Frischluftventile · Heizung

Fresh Air Ventile – oder auch: Breathe easy im Schwedenhaus

Ihr lieben Leserinnen und Leser,

da breche ich mir einen ab mit Deko und dem ganzen Quatsch, aber was muss ich anhand eurer zahlreichen Mails der letzten Wochen erkennen?

Ihr braucht Futter. Technikfutter. Wenigstens der männliche Teil meiner Leserschaft. 🙂

Mit Technik habe ich es nicht so ganz, aber lasst es mich mit der ‚Light-Variante‘ versuchen. Zunächst möchte ich mich aber schnell von den Anglizismen verabschieden von denen ich nun wirklich kein ‚Fan‘ bin.

Heute geht es um unsere Frischluftventile im roten Schwedenhaus.

An alle, die in diesem Artikel Dekobilder erwarten: ihr könnt jetzt aufhören zu lesen.

An alle, die mir in der vergangenen Zeit fleißig geschrieben haben und wissen wollten, wie wir denn mit unserer Belüftung klar kommen: Bitte weiterlesen.

Wie einige von euch wissen, wurde im roten Schwedenhaus eine Heizung mit dem romantischen Namen ‚Nibe f750‘ verbaut. Das ist eine sogenannte Abluftwärmepumpe.

Achso. Eines vorweg: ich habe von dem ganzen Zeug nur wenig Ahnung, seht es mir nach. Für detallierte Auskünfte solltet ihr besser einen Fachmann befragen. Was ich hier tue, ist euch mit meinem fundierten Halbwissen unsere bisherigen Erfahrungen mitzuteilen.

Also.

Wo waren wir stehen geblieben? Abluftheizung. Sie ist klein, nett, braucht wenig Platz, macht weder Schmutz noch großartig Lärm und ist sozusagen eine der unauffälligsten Mitbewohnerinnen hier im Schwedenhaus.

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Heizung geht im roten Schwedenhaus (ungefähr) so:

Unsere verbrauchte, erwärmte Abluft wird mittels so runder „Dinger“ (eigentlich tragen sie den vornehmen Namen ‚Ablufttellerventile‘), z. B. aus der Küche sowie den Bädern abgesaugt, über versteckte Rohre zur Heizung zurückgeführt und trägt so zur Erwärmung unseres Brauchwassers bei.

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Und ja, wenn die komplette Petterhusfamilie in einem Anfall von Sauberkeitswahn nacheinander laaaaange duscht, ist der Warmwasserspeicher leer und benötigt eine Weile, um neues Wasser zu erwärmen. Alle 3 Kinder hintereinander baden ist auch irgendwie nicht ganz so super für den Warmwasservorrat. Bisher hat uns das nicht gestört, weil wir höchst selten unter „Anfällen von akutem gemeinsamen Sauberkeitswahn“ leiden.

So weit so gut.

Wenn Luft abgesaugt wird und man kein geschlossenes System hat, muss ja irgendwo frische Luft herkommen. Ist klar oder? Diese Luft erhalten wir aus den Frischluftventilen, auch „Fresh-Air-Ventile“genannt. Das sind dann quasi Löcher in der Wand mit Deckel drauf.

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Unten an den Ventilen befindet sich ein Regler, dort kann man die Öffnung des Ventils justieren

Wenn ich das ganze Zeug wegpacke, kann ich theoretisch den Menschen auf der Straße winken wenn ich wollte. Sieht aber blöd aus, deswegen lasse ich das.

 

Auf diesen Ventilen, unter dem Deckel befindet sich noch ein Staub- oder Pollenfilter.

Und von außen sieht das dann so aus:

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…hier rechts im Bild dürft ihr auch nochmal die „saubere“ Arbeit unseres Außenmalers bewundern.

Ob das energetisch super ist, wenn ja irgendwie immer frische, winterbedingt auch gerne kalte Luft in einen beheizten Raum wabert, kann ich euch nicht beantworten. So schlimm kann es aber nicht sein, sonst wäre das ja nix mit KfW55.

Nun zu euren drängensten Fragen:

 „Zieht das nicht?“

Lasst es mich so formulieren: Komme ich im Winter bei offenem Fenster in einen unserer Räume, dann zieht das. Sind alle unsere Fenster geschlossen, zieht gar nichts. Halte ich aber eine Hand unter eines der Ventile, spüre ich einen Luftzug, der in seiner Temperatur und Ausprägung je nach Außentemperatur und Wetterlage (Sturm) variiert. Sollte eines dieser Ventile genau oberhalb einer Sitzmöglichkeit sein, könnte dies das Gefühl vermitteln, dass „es zieht“.

Gerade hatten wir eine Außentemperatur von -10 Grad und stürmischen Wind, eines der Frischluftventile befindet sich direkt neben unserem Bett. Ja, ich hatte das Gefühl, „ganz schön frische Luft hier im Schwedenhaus und irgendwie ist es merklich kühler“, aber keinesfalls so, als wäre ein Fenster geöffnet.  Die Lösung lag darin, dass ich das erste und einzige Mal in diesem Winter die Heizung im Schlafzimmer startete. An alle Tierfreunde: Das Ventil über dem Hamsterkäfig habe ich bei dieser Witterung tatsächlich auf „Zu“ gestellt. Hamster lieben kühle Luft wohl nicht sagt das Petterhuskind.

„ZU“ ist aber nicht  „zu“, sondern nur „zu“ und nicht „dicht -> Mensch (und Hamster) erstickt“.

ABER : Noch niemals hatten wir das Gefühl von Kälte oder den entzückenden Geruch von abgestandener morgendlicher Luft im Schlafzimmer.

Es gibt wohl auch eine Heizungs- und Belüftungsvariante, in welcher die Frischluft erst in die Heizung gelangt, dort erwärmt wird und dann die Räume sekundär damit belüftet werden.

„Ist das laut?“

Jein. Wenn es stürmt und der Wind auf die Ventile trifft ist es schon etwas lauter. Mit „Sturm“ meine ich aber nicht, dass sich ein paar Blättchen im Wind bewegen. Eher Orkantief „Herward“ oder so. Bei starkem Wind hören wir die Ventile auch, allerdings liebe ich das Geräusch wenn der Wind ums Haus weht.  Wen das stört, der sollte sich kurz überlegen, ob er seine Rolläden wegen der Geräuschbelästigung bei windiger Witterung abmontieren würde. Dieses Problem hat man aber im Schwedenhaus wenigstens nicht. 🙂

Unabhängig vom Wind hören wir jedoch laute Außengeräusche durch unsere Frischluftventile. Klar. Wären wir wieder beim Loch in der Wand. Das heisst aber nicht, dass es so laut ist, als würden wir vor geöffnetem Fenster sitzen. Umgekehrt ist unser Haus so wunderbar gedämmt, dass alle anderen Geräusch extrem gedämpft werden. Hinzu kommt, dass wir sehr ländlich wohnen und die nächste Hauptverkehrsstraße 400 Meter entfernt liegt.

Wenn ich richtig informiert bin, kann man auch „geräuschhemmende Maßnahmen“ an den Frischluftventilen ergreifen. Wir empfanden dies aber bisher als nicht notwendig. Außerdem weiss ich nicht ganz genau, welche Maßnahmen das dann konkret sind.

 Zusammenfassend sind wirmit unserer Heizung bis jetzt sehr zufrieden, vielleicht gibt es für euch aber andere, passendere Alternativen. Zugegebenermaßen muss ich sagen, dass Heizung für uns kein Thema war, ich hätte mich aber gefreut, wenn ich irgendwo hätte lesen können, was es denn mit den Frischluftventilen auf sich hat.

Im Nachhinein hätte ich vielleicht etwas intensiver über eine Klimatisierung des Hauses im Sommer nachgedacht weil ich absolut kein Sommermensch bin. 🙂

Aktuell arbeiten wir dafür im Schwedenhaus an DIY – Beschattungs-/ Verdunklungsmöglichkeiten, oder einfach Shutters bzw. Innenklappläden genannt, die ich ganz sicher so schnell ich kann mit euch teilen werde.

Es grüßt euch,

 

Eure Stephanie

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Fresh Air Ventile – oder auch: Breathe easy im Schwedenhaus

  1. Hi Stephanie,

    sehr schön beschrieben :). Wir sind vor einem Monat auch in ein Schwedenhaus gezogen – selbe Marke. Und bisher lebt es sich sehr schön. Allerdings ist es schon etwas älter – von 1999. Leider sind daher schon einige Ventile etwas zerdergelt und wir können sie nicht ordentlich regulieren. Hast du eine Ahnung, wo man sie kaufen kann? Ich tappe momentan etwas im Dunkeln…

    Liebe Grüße,
    Linda

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    1. Hi Linda! Da sag ich doch glatt nocht „Herzlichen Glückwunsch zum Schwedenhaus!“ Wie wunderbar:-) Ich würde mich in diesem Fall an den Heizungshersteller wenden – habt ihr auch eine Nibe Heizung? Es wäre auf jeden Fall einen Versuch wert… Eine andere Idee habe ich allerdings auch nicht. Lass mich gerne wissen, ob es geklappt hat, ist ja auch für andere Leser spannend:-) Ich freue mich von dir zu hören,
      Mit lieben Grüßen
      Stephanie

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