Allgemein · Design · DIY · Innenausbau · Wandvertäfelung

Unsere Wandpaneele I

Hej ihr Lieben!

Ich hatte letzte Woche ganz fest versprochen, euch zu zeigen wie wir unsere Wandvertäfelung an die Wand packen. Et voila, hier kommt Teil 1.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Ein Schwedenhaus oder ein Haus im New-England-Stil wird immer ein bisschen origineller oder wohnlicher, wenn es innen noch zusätzlich mit einer Wandvertäfelung ausgestattet ist. Diese kann quer- oder längsverlaufend angebracht werden, es gibt verschiedene Fräsungen, Breiten, Höhen, Farben, Abschlüsse… ach, der Fantasie und dem Geldbeutel sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. 🙂

Wir haben uns im Petterhus für Längspaneelen in der echt schwedischen Optik, der Pärlspont-Paneele, hierzulande als sogenannter „Sachsenstab“ bezeichnete Fräsung, entschieden.

 Im Grunde ist „Wandpaneele“ eigentlich ganz einfach und wirklich kein Hexenwerk – aber sehr zeitaufwändig. Ja! Ihr habt richtig gelesen.

Willkommmen also auf dem Boden der Tatsachen. Nix Glitzer, nix „mal schnell“, Paneele dauert ein bisschen.

Bevor es jedoch losgehen kann, müsst ihr nur ein paar Entscheidungen treffen, dann ab in den nächsten Baumarkt und los geht’s!

Wandpaneele im Schwedenhaus geht also so:

Erstmal besorgt ihr euch im Baumarkt eures Vertrauens folgende Dinge – alternativ könnt ihr natürlich auch in eurem Werkzeugfundus stöbern:

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  • Akkuschrauber
  • Wasserwaage
  • Feile für die Schnittkanten
  • Schraubenzieher
  • Spannungsprüfer
  • Bleistift oder irgendeinen anderen tollen Stift
  • Rechteckleisten
  • Winkelleisten
  • Wandpaneele
  • Holzschrauben (wir haben 3,0 x 20mm verwendet)
  • Profilbrettkrallen
  • Gehrungswinkel und Säge
  • Lochsäge, um eventuell vorhandene Steckdosen auszusägen
  • kleine Nägelchen oder Holzleim (je nachdem wie ihr die Leisten befestigen möchtet)
  • Acrylfarbe und ggf. Grundierung
  • ggf. Kanthölzer für eventuelle Konterlattung

Hier habe ich die Leisten für euch nochmal genauer beschriftet, alle die hier Abgebildeten sind im Baumarkt in verschiedenen Größen erhältlich.

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Bevor ihr jedoch euren lokalen Baumärkten einen Besuch abstattet, müsst ihr allerdings folgende Entscheidungen treffen:

1. Welche Art der Wandpaneele möchten wir?

Es gibt zwei mehr oder wenige gängige Fräsungen, die ihr mit ein bisschen Glück und Recherche in verschiedenen Baumärkten finden könnt.

Das ist zum Einen der sogenannte Sachsenstab. Diese Fräsung haben wir direkt über Rörvikshus bezogen, ich habe aber schon gehört, dass sie in einigen nördlich gelegeneren Baumärkten oder Shops zu bekommen sei.

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Zum anderen gibt es diese normale Nut-und Feder Paneele. Diese bekommt ihr eigentlich in fast allen Baumärkten.

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2. Wie soll die Wandvertäfelung im oberen Bereich abschließen?

In einigen Räumen haben wir uns für einfache Abschlüsse durch Rechteckleisten entschieden.img_2632

In unserem Bad hingegen haben wir die etwas aufwändigere Variante gewählt. Diese bietet sich an, wenn keine höheren Schränke an die Wand gestellt werden müssen. Hier könnt ihr auch nochmal gut die Pärlspont-Paneele erkennen.

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Mal abgesehen von der Farbe welche ihr für eure Paneele verwenden möchtet, dürft ihr euch nun noch ganz kurz Gedanken darüber machen:

3. Soll die Wandpaneele hinter oder auf die Fußbodenleisten?

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Wir haben uns für Letzteres entschieden und es gefällt mir richtig gut.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Einblick in die fabelhafte Welt der Paneelen gewähren und freue mich, euch bald im zweiten Teil wiederzusehen.

Bis ganz bald,

 

Eure Stephanie

Allgemein · Garten

Eine Hecke für das Lille Petterhus

Hej hej,

ein bisschen verspätet aber gerade noch rechtzeitig wünsche ich euch und euren Lieben alles Liebe im neuen Jahr!

Eben gerade war noch Weihnachten und schwupps! bin ich geistig schon im Frühjahr bei der Gartenplanung. Ich bin schon am Planen und überlegen, welche Pflanze ich wohin setzen möchte und kann es kaum erwarten, die ersten größeren Projekte umzusetzen. Nun heisst es allerdings noch ein bisschen Geduld zu üben sowie einige der Arbeiten im (!) roten Schwedenhaus noch schnell zu erledigen. Das Projekt „Elternbad“ ist nun fast geschafft und ich freue mich riesig, euch das Ergebnis bald zeigen zu können.

Aber jetzt bin ich schon ein bisschen aufgeregt, weil ich euch unbedingt unsere Hecke zeigen wollte. Streng genommen gibt es keinerlei Grund dafür, denn es gibt nichts unspektakuläreres als unsere Hecke:-)

Letztendlich haben wir uns für eine klassische Hainbuche- naturnah und so – entschieden und werden sie noch mit zwei Rosenwänden als Sichtschutz auflockern.

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 Leider können wir nur einen Teil des Gartens bepflanzen, weil wir immernoch(!) an einer Baustraße wohnen und wir nicht einzäunen dürfen (oder sollen) bis die Straße gebaut ist. So haben wir den Garten das Gärtchen einfach von Matsch, Schotter und verwahrlostem Gemeindeland getrennt und öffnen zu gegebener Zeit den Zaun zur Straßenseite, um dann den Garten vollständig anzulegen.

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The Fairy trotzt dem Winter…

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An der Süd-Ost Seite des Petterhus hatte ich letztes Jahr hochmotiviert und – wer liest schon Gartenratgeber?- ein Staudenbeet angelegt. Ohne Bewässerungsanlage würde ich bei weiteren Sommern wie dem Vergangenen mit der Gießkanne in der Hand meinen Tag dauerhaft im Beet verbringen. Mit Bewässerungsanlage würde ich mir überlegen müssen, wie ich es rechtfertigen kann, Unmengen an Trinkwasser auf meine Planzen zu kippen, während irgendwo auf unserem Planeten Kinder aufgrund des Wassermangels Not leiden.

Also habe ich mich entschieden, die in meinem Garten dürstenden Blümmelchen durch etwas resistentere Artgenossen zu ersetzen. In diesem Sinne konnte der Satz „Nur die Harten kommen in den Garten“ gewissermaßen adäquat umgesetzt werden.

Die pflegeleichte Salbeistaude harmoniert super mit meinen wassersparenden Rosen und liebt noch dazu die Sonne..sie dürfen bleiben.

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In den kommenden Monaten werden nebst einigen Bäumchen und Sträuchern also auch verschiedene Ziergräser, Schleierkraut, noch mehr Rosen, Lavendel, Salbeistauden und Disteln (wusstet ihr, dass die Distel Staude des Jahres geworden ist?) ums Petterhus ihre Plätzchen finden. Sie kommen mit dem Wasservorrat aus unserer Zisterne aus und ich darf meinen Garten genießen und muss nicht ‚gießkannenschwingenderweise‘ meine Tage im Beet verbringen. Das klingt doch nach einem Plan, oder?

Bevor ich es vergesse: Einige von euch ganz lieben Leserinnen und Lesern haben mich über meine Instagramseite angeschrieben und gefragt, ob wir unsere Wandvertäfelung selbst bauen und wenn ja, wie das denn bitteschön funktioniert. Das ist gar nicht schwer und wenn ich das kann, könnt ihr das auch! Schaut beim nächsten Mal rein, da erkläre ich es euch:-)

Bis ganz bald

Eure Stephanie

 

Allgemein

Zwischen den Jahren…

…schwebt man finde ich..

..befindet sich im zeitlichen ‚OFF‘. Der Kalender fürs nächste Jahr erfreut sich meist jungfräulicher Leere (so verhält er sich bei mir jedenfalls) und bis einschließlich 1. Januar empfinde ich auch nicht unbedingt das dringende Bedürfnis, daran etwas Grundlegendes zu ändern. Ich genieße die Stille und wappne mich für das Kommende.

Ihr Lieben,

wie geht es euch?

Ich hoffe, ihr hattet entspannte und schöne Feiertage mit euren Lieben.

 Tjaaaaa…ich hatte euch Bilder vom weihnachtlich-winterlichen Petterhus versprochen und will sie euch nicht vorenthalten. Zu gern hätte ich sie euch etwas früher gezeigt, aber Herr Murphy und sein Gesetz sorgten dafür, dass neben einigen anderen wichtigen Utensilien im Petterhus auch mein Arbeitsequipment wegen eines fahrlässig verursachten Schadens meinerseits (streng genommen war also Herr Murphy gar nicht schuld) irreversibel zerstört wurde. Somit bin ich technisch zeitverzögert unterwegs.

Aber los geht’s!

Den Adventskalender für die Kinder war dieses Jahr weitestgehend plastikfrei- und selbstgenäht. An die Säckchen hatte ich ganz kleine Glöckchen angbracht und die Kinder liebten es!

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Ich mag natürliche Weihnachtsdeko ohne viel Schnick-Schnack, die Sterne haben wir mit Natronteig selbst ausgestochen. Das kann ich nur empfehlen. Der Teig ist viel viel heller als Salzteig und auch wesentlich bruchfester.

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Bis auf ein paar Zweige und Kerzen habe ich mich auch dieses Jahr zurückgehalten..

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Im Sommer habe ich mir einen kleinen Haferstrauch geschnitten, ihn über Kopf trocknen gelassen und konnte ihn nun an unsere Veranda anbringen.

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Auch auf der Veranda blieb es relativ natürlich. Die Moosbäumchen habe ich ganz schnell selbst gebunden und sie halten wirklich ewig.

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Und auch die Porch hat ein Winter-Weihnachtskleid bekommen 🙂

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Die verbleibenden Tage der Ferien heisst es im Petterhus noch einige Projekte voranbringen, im Garten gibt es Neuigkeiten und fertige Pläne im Kopf und auch im Elternbad haben wir einiges verändert und fleißig Bilder gemacht.

Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit im schwindenden Jahr 2018 und alles Liebe für Euch und Eure Lieben in 2019!

Bis ganz bald,

Eure Stephanie

Allgemein · DIY

Das Petterhus wird grün II

Hej Hej!

Seid ihr auch schon so im Adventsfieber wie ich? Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Adventswochenenden; ein klein wenig Winter-Weihnachtsstimmung ist nun auch im Lille Petterhus eingezogen, das zeig ich euch aber beim nächsten Mal.

Heute wollte ich euch doch noch schnell unsere umgesetzten Vorsätze zur Plastik- und Müllreduktion zeigen. Letzte Woche haben wir uns ja überwiegend im Bad getummelt, heute nehme ich euch mit in die Küche.

Dort sucht man Alu- oder Frischhaltefolie vergebens. Auch die mehrheitlich aus Kunststoff bestehenden Küchen- und Haushaltsartikel eines US-amerikanischen Unternehmens habe ich verbannt. Stattdessen verwende ich nur noch Behältnisse aus Glas, Keramik oder guter alter Emaille.

Die Schüsseln, welche von sich aus ohne Deckel daherkommen, habe ich kurzerhand mit adretten, selbst genähten Häubchen versehen:

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Dazu habe ich einfach beschichteten Baumwollstoff  (vielleicht geht auch eine ausgediente Wachstischdecke) und große Stoffreste verwendet:

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Alles bleibt schön frisch und im Sommer werden unliebsame Tierchen ferngehalten.

Die Petterhuskinder futtern zwar ihre Pausenbrote mittlerweile aus Edelstahldosen (die gibt es sogar mit der Möglichkeit, den Namen eingravieren zu lassen, also stylo auch für Kids!) aber wenn doch mal „Not am Mann“ ist, verwenden wir statt Butterbrotpapier oder auch zum Verpacken von angeschnittenem Obst und Gemüse ganz wunderbare, handgefertigte (natürlich nicht von mir) wiederverwendbare Wachstücher, schaut mal:

Sie sind auch wirklich ganz praktisch, um Schüsseln abzudecken:

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Zum Spülen verwende ich ich ausschließlich Baumwolltücher, meist aus mehr oder weniger großen Manufakturen. Sie sehen nicht nur viiiiel schöner aus, sondern verlieren auch kein Mikroplastik beim Abwasch.

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Wo wir gerade beim Abwasch sind: Diese hässlichen Schrubberbürsten aus Plaste sind auch ausgezogen. Allerdings war ich ein Deko-Opfer:

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Diese Bürsten sind zwar aus Holz, was aber nicht zu übersehen sind die Plastikbürsten und auch dieser nette Plastikring. Schande auf mein Haupt (oder Asche??!), beim nächsten Mal wird es besser. ABER – und jetzt passt mal gut auf:

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Darf ich vorstellen: Frau Luffa-Gurke wohnt nun bei uns. Herr Plastikschwamm mit seinen Plastikfusseln musste leider in die Tonne ziehen.

Sie ist wirklich sehr vielseitig, aber hauptsächlich verwende ich sie als Ersatz für den klassischen Spülschwamm. Man kann sie (also nicht das ganze Ding, nur eine Scheibe davon) zur Reinigung auskochen, in die Waschmaschine oder in die Spülmaschine packen und wenn sie ihre Schuldigkeit getan hat, hat sie nichts dagegen, wenn sie im Biomüll landet.

Ach, und bevor ich es vergesse. Wisst ihr auf was ihr getrost verzichten könnt? Der Klarspüler hat – wie ich finde – keine Daseinsberechtigung in unseren Spülmaschinen, denn es gibt einen wunderbaren Ersatz. Ich mache ihn seit einiger Zeit selbst und ich bin wirklich pingelig, was die Klarheit unserer Gläser betrifft. Probiert es mal aus, es funktioniert wirklich! Dazu benötigt ihr:

  • 300 ml klaren Alkohol (mindestens 40-prozentig, von der letzten Party oder dem Discounter)
  • 80 g Zitronensäure in Pulverform (das geht einher mit Papierverpackung)
  • 200 ml Wasser
  • eine Glasflasche (500 ml bietet sich an 🙂 )

Das kippt ihr schön zusammen und schüttelt es, bis sich die Zitronensäure aufgelöst hat. Wenn ihr, wie ich, keine Lust habt, ewig zu schütteln, dreht es ein paar Mal auf den Kopf und gebt der Zeit die Möglichkeit, alles Weitere zu erledigen. 😉

IMG_2579Eure Plastikflasche müsst ihr nicht direkt wegwerfen, vielleicht könnt ihr sie wiederverwenden?

Das „Giftigschild“ fand ich übrigens für die Petterhuskinder etwas abschreckender als den schnöden Begriff “ Klarspüler“. Ich bin ein großer Fan von klaren Ansagen und ‚Giftig‘ versteht bei uns einfach jeder .:-)

Leider fällt es mir schwer, eine passende Überleitung zum nächsten Punkt zu finden, deswegen lasse ich sie einfach weg und fange so an:

Passend zur Jahreszeit haben einige von uns schon sehr mit Schnupfennasen zu kämpfen. Hierfür gibt es eine gleichsam ideale wie einfache Lösung für das Plastikproblem:

Die Ta-Tü-Ta

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Oder auch TaschenTücherTasche.

Ich habe Unmengen an Stoffresten, die nun einen neuen Bestimmungszweck erfüllen konnten. Tatsächlich sind diese Täschlein ein ideales Näh-Anfängerprojekt.

Die Taschentücher stammen aus einer plastikfreien, recycelten Papierbox aus dem Drogeriemarkt, sogar dem grössten deutschen Drogeriekonzern in Europa. 🙂

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, einige Ideen bei euch umzusetzen, ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Ihr Lieben, das war’s für heute schon, bis ganz bald.

Eure Stephanie

 

Allgemein

Das Petterhus wird grün I

Für alle, die sich gerade erschreckt haben: Tiiiief durchatmen. Es hört sich schlimmer an, als es ist. 🙂

Zunächst möchte ich kurz in meine Thematik einführen. So als Stoßdämpfer für das, was jetzt kommt.

In den letzten Wochen und vielleicht sogar Monaten habe ich mir ganz häufig die Frage gestellt, warum ich das hier eigentlich mache. Bloggerei,und social media und das ganze Zeug.

Ja, warum?

Um damit Geld zu verdienen? Ich lach mich schlapp.

Um allen zu zeigen, was ich für ne Superbloggerin ich bin? Schön wärs.

Um die wunderbaren Erfahrungen weiterzugeben, die wir mit unserem Schwedenhaus erleben durften und dürfen und meine Ideen zu teilen? DAS ihr Lieben, ist nahe dran.

Wie viele von euch wissen, bin ich mittelmäßig aktiv bei Insta, aber kilometerweit davon entfernt „instafame“ zu sein. Ich wäre eine Lügnerin, wenn ich behaupten würde „interessiert mich nicht die Bohne“. Instafame ist nämlich schon eine geile Sache. (entschuldigt bitte den Ausdruck) Ich freue mich über jedes Like, über jeden neuen Follower und viele neue Bekanntschaften. Aber wisst ihr was? Ich glaube, ich möchte gar nicht den Trend des Trends des Trends neu erfinden und dann sagen: „Hey, schaut mal was ich Tolles basteln kann!“. Ich möchte auch nicht (Deko) kaufen, kaufen, kaufen und den Müll von morgen produzieren nur für Likes und Follower. Ich möchte gerne weiter Ich sein. Und nicht sagen, Ich bin Ich, wenn Ich es doch nicht bin und nur so tue als ob (Ich Ich wäre).

Womit wir auch schon ein klein wenig beim Thema wären.

Ich möchte euch auf meinem Blog  gerne auf eine Reise mitnehmen. Auf eine Reise durch mein Leben im roten Schwedenhaus. Das bleibt so. Aber ich kann und möchte euch nicht jede Woche Dekobilder posten oder den neuen Pool, das neue Dies und das schicke Das. Ich möchte weiterhin Spaß an der Bloggerei haben und euch mitnehmen zu den Häfen, die mir wichtig sind. Mal ist es der Garten, mal das Bad, ein neuer Raum oder auch Deko und heute, wo wir beim Hafen sind, ist es das Meer. Oder unsere Umwelt und was wir daraus machen. Oder auch nicht. Hier wäre jetzt für alle Nicht- Mitreisenden die Möglichkeit, die heutige Reise zu unterbrechen und einen kleinen Landgang zu unternehmen. Alle anderen dürfen gerne an Bord bleiben. Ich freu mich, dass ihr dabei seid!

Vor einem knappen Jahrzent war ich erstmalig direkt konfrontiert mit dem Müllberg, den ein „in-die-Windel-kackendes-Kleinkind“ so produziert. Wusstet ihr, dass ein Kind bis es zweieinhalb Jahre alt ist, fast eine Tonne Müll produziert? 65% davon ist Holz- und Plastikanteil und soll angeblich bis zu 10% des städtischen Müllaufkommens ausmachen. Damals habe ich mich vor Schreck und aus Überzeugung für dieses und alle weiteren  Kinder schon für Stoffwindeln entschieden. Ob ich damit eine bessere Ökobilanz erreicht habe? Ich weiss es nicht. Aber definitiv weniger Müll.

Diesen Ansatz habe ich versucht, weitestgehend zu erhalten.

Heute möchte ich euch nicht missionieren oder bekehren, aber vielleicht ein klein bisschen sensiblisieren und euch zeigen, wie ich im Kleinen versuche, meinen Beitrag für unsere Umwelt und unsere Gesundheit zu leisten. Seid ihr dabei?

Ich versuche also nunmehr grundsätzlich Plastik im Alltag zu vermeiden. Beim Einkauf schon versuche ich, das lose Gemüse in gehäkelte oder aus Gardinenresten genähte Netze zu packen. (Meist Unmutsbekundungen an der Kasse). Alternativ verwende ich diese Minitüten siebenhundertmal oder – wenn ich schlechte Laune habe – schmeisse ich alles lose aufs Band. (Achtung: Nicht unbedingt geeignet, wenn sich hinter euch eine relativ große Menschenansammlung befindet und womöglich der Ladenschluss droht)

Brot und Brötchen kaufe ich in meinem Brotbeutel (selten Unmutsbekundungen an der Theke). Zu Hause gibt es bei uns keine Frischhaltefolien oder gar Alufolien mehr. Aber ich habe tolle Alternativen gefunden, die ich euch in den nächsten Tagen zeigen möchte. Alle unsere Getränke kommen aus Glasflaschen und Lebensmittel, die in Plastik verpackt sind (Diskounterwurst, Käse, etc.) vermeide ich und gehe stattdessen an die Theke. Leider geht es dort auch nicht ganz plastikfrei zu.

Jetzt nehme ich euch erstmal kurz mit ins Bad:

Apropos Bad: Wusstet ihr, dass schon 2009 eine Studie herausgefunden hat, dass eine Woche lang aus Polycarbonat-Flaschen zu trinken ausreicht, um den BPA- Gehalt im Urin um 65% ansteigen zu lassen? (Bisphenol A ist eine Chemikalie zur Herstellung von Kunststoffen)

Wir sind also auf die Seife gekommen. Back to the roots quasi. Damit meine ich jetzt nicht die gute alte Kernseife (mit Tierknochenmehl…yummy), sondern reichhaltige vegane Seifen mit gaaanz vielen rückfettenden Ölen (Tschüss Plasikbodylotion), ohne Mikroplastik, ohne Plastikflaschen und weitestgehend palmölfrei. Ich habe sie von einer kleinen Manufaktur die sogar plastikfrei versendet. (Unbezahlte Werbung wegen Markenerkennung).

Die Seifen kommen mit lustigen Namen daher..

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Tschüss Mikroplastikshampoo in ollen Plastikflaschen, her mit festem Shampoo. Und so kann das aussehen:

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….und die duftet…hmmmmm

 Auch unsere Zahnbürsten sowie die Haarbürsten sind mittlerweile aus Holz und bisher funktioniert das hervorragend!

Das Ausprobieren, Testen, Suchen und Finden geht aber weiter. Aus diesem Grund freue ich mich sehr über Tipps, Kommentare oder Fragen von euch!

Jetzt muss ich aber los, denn so langsam komme ich in ‚Weihnachtsdekovorbereitungsstimmung‘ und es gibt noch so viel zu tun! In den nächsten Tagen gibt es eine kleine Fortsetzung zum Theme „Grün im roten Schwedenhaus“, ach und dann wollte ich euch doch noch ein paar Dekobildchen zeigen, der Garten ist auch noch dran, das Bad…ohhhh!

Bis ganz bald, Eure Stephanie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allgemein · Chalkpaint · Deko · Design · Selbsgemachtes

Was ist eigentlich los im …

… Lille Petterhus? Eine Frage, die ihr Euch zu Recht stellen könntet, denn in letzter Zeit war hier meinerseits so gar nichts los.

Was aber nicht heißt, dass im Petterhus nichts los war, denn hier ist es wuselig wie eh und je, das Berufsleben hat mich wieder, der Alltagswahnsinn auch und so kam es, dass der Blog sich ganz kurz hinten in die Reihe stellen musste.

Ich konnte zunächst ein zögerliches Winken erkennen, gekonnt ignoriert entwickelte sich dieses zunehmend zum hektischen Gefuchtel , sodass ich nun dachte, es ist an der Zeit, ein kurzes Lebenszeichen von mir zu geben.

Und wie gerne würde ich diesen Blog noch etwas aufhübschen. Ein schöner Hintergrund da, ein bißchen Pinterest hier, Professionalität dort…

ABER

Realistisch gesehen kann ich mich nun wirklich nicht gerade als ‚digital native‘ bezeichen, dementsprechend funzt das hier nicht, wie ich es gerne hätte. Aber kommt Zeit, kommt Rat, oder?

Zu guter Letzt kam hier jedenfalls schließlich der Herbst (endlich!) und mit ihm ein klein wenig Herbstdeko. Wollt ihr mal sehen?

Tadaa! Das sind meine Herbsttürkränze für beide Eingangstüren

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Ich war erst skeptisch von wegen rot-auf-rot und so und eigentlich, theoretisch hab ich es nicht so mit „bunt“, aber das geht doch, oder?

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Drinnen habe ich nur ein, zwei Orte, an denen ich meine Deko jahreszeitlich umgestalte. Ganz ehrlich: (Aber psst, niemandem verraten) das ist für mich anders total unrealistisch und keinesfalls praktikabel. Ich-kann-nicht-meine-Treppe-zudekorieren! Nein,nein.

Denn dann mache ich ganztägig nichts anders als:

A: Die Deko wieder hinstellen, reparieren oder wegwerfen und/ oder

  B: Kinder und Hund vom Fuße der Treppe aufsammeln, wenn sie über die von einem ungestümen Vorgänger ‚derangierte‘ Deko stolpern.

Außerdem werde ich schon ständig gefragt „Mama, kann man das benutzen oder ist das Deko?“:-) Dann wird meine Deko häufig grob fahrlässig verschoben, verrückt, entfernt, zugedeckt oder nennen wir es liebevoll „umdekoriert“. Kurz: Ich habe bis auf Weiteres kapituliert 🙂

Entsprechend zeig ich euch meine sogenannten dekorelevanten ‚Hotspots‘ 🙂

Das wäre einmal der Sekretär:

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Da orange nicht direkt in mein Farbschema passt, sind die Kürbisse entsprechend schlicht. Die alte Diele habe ich im Wald auf einem Müllhaufen gefunden…

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Seht ihr, was ich auch sehe? Diese schwarze Ecke im Spiegelbild? Das muss weg. Leider, leider ist mir noch keine tolle Lösung für das Fernsehproblem eingefallen außer -kein Fernseher. Das allerdings stieß auf großen Widerstand in der Bevölkerung im Petterhus.

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Zum Zweiten mein Lieblingsstück. DerVertiko…

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Hier seht Ihr das schwarze Ungetüm noch genauer…

 

 

 

 

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Ein alter Schrank als Versteck muss her…

 

 

 

 

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…noch ein kleiner Blick in die andere Richtung, zur Küche…

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Ach, fast hätt ich es vergessen! Dieses Erbstück Pferdchen wartete seeeeehr lange auf seinen Anstrich… Ich muss nicht sagen, dass der erste Pinselstrich mords die Überwindung war, aber – ich liebe es halt weiß. 🙂

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Für die nächsten Wochen steht nach wie vor Teil 1 unserer Gartengestaltung an. Leider ist es bei uns viel zu trocken, um die Hecke zu pflanzen. Seit April gab es nur vereinzelte Regentage, der Boden ist bretthart und von Hand lässt er sich leider nun gar nicht bearbeiten. Das bedeutet warten für mich und Daumendrücken für Euch 🙂

Lieber Petrus, bekomm das in den Griff. Ich warte.

Das war es für heute auch schon aus dem roten Schwedenhaus. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!

Es grüßt Euch lieb,

Eure Stephanie

Allgemein · DIY · Kinderzimmer · Selbsgemachtes · Shutter

Verdunklung im Schwedenhaus

Puuuuh! Das waren wirklich ganz schön heiße Tage in der letzten Zeit. Ich will ja nicht übers Wetter meckern so von wegen, oh nein, zu viel Regen, zu viel Schnee, zu warm, zu kalt, zu windig – aber: Ist nicht so, dass ich nicht schon einmal erwähnt hätte, dass ich nicht dringend ein großer Fan von Temperaturen jenseits der 25 Grad bin…

Enstprechend darf  ich nun meckern. Finde ich.

Das habt ihr jetzt davon. Ihr Sommerfans. Wie oft habe ich euch jammern hören: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ und so.

Da haben wir jetzt den Salat. Und sogar der verdötterte jämmerlich.

Aber der nächste Herbst kommt bestimmt:-)

Nachdem ich bereits im letzten Jahr im Petterhus zur Sommerszeit mehrmals täglich überlegt habe, nicht doch in eine Souterrain Wohnung zu ziehen und auch unseren Bauleiter mit Recherchen zu nachträglich eingebauten Klimaanlagen (kann man übrigens vergessen ohne Goldesel) belästigt habe, hatten wir in diesem Jahr unser größtes Hitzeproblem im Schwedenhaus mittels Shutter ( Sonne weg -> Hitze weg) gelöst. Ich schwitze quasi nur bedingt 🙂

Die Shutterlis mag ich auch wirklich total gerne, (Klapp-Klapp) aber an unseren halbrunden Fensterleins in den Kinderzimmern shuttert es sich ganz schlecht. Man könnte sich auch welche einbauen lassen (Goldesel).. wer mich kennt weiss, dass ich es mag, wenn es nicht ganz so perfekt aussieht, sondern mit Charakter und ein bisschen „schrubbelig“.

Außerdem wohnen wir mit Petterhus in Deutschland . Dort gibt es Gesetze und Bürokratie. Viel Bürokratie. Und irgendein bürokratischer Schlaumeier hat sich überlegt, dass wir ja in einem schwedischen Haus nicht ausschließlich schwedische Fenster haben können. Wo kämen wir hin?

Wenn man den bürokratischen Brandschutzgesetzen glauben mag, scheint es in Deutschland anders zu brennen als in unserem skandinavischem Nachbarland. Dabei hilft es auch nicht, dass wir durch die nach aussen öffenden Türen ja automatisch im Besitz hoch wertgeschätzter Fluchttüren sind.

Ein „normales“ Fenster nach irgendeiner (deutschen) DIN musste beim Bau also unbedingt ins jetzt-nicht-mehr-ganz-schwedische-Schwedenhaus.

Wie wir uns verhalten sollen, wenn nun in genau diesem Zimmer mit extra sogenanntem „Fluchtfenster“ nun das Feuer ausbricht, wissen wir leider aber auch nicht. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es auch dafür eine Verordnung. Ein Brandschutzgesetz oder ein Maßnahmenkatalog.

Bei Gelegenheit werde ich dem zuständigen Brundschutzbeauftragten diesbezüglich meine Sorge mitteilen und ihn um entsprechende Verhaltenspläne „B“ bitten.

Lange Rede kurzer Sinn: In einem unserer Kinderzimmer befindet sich nun dieses nach deutschen bürokratischen Brandschutzgesetzen ausgewiesene DIN Fluchtfenster.  Shutter daran anzubringen, war uns in diesem Fall leider nicht möglich. Man könnte das Fenster dauerhaft geschlossen halten, dann ginge das natürlich. 🙂  (In welche Aufregung das den ein oder anderen Bürokraten unserer zuständigen Brandschutzaufsicht versetzen würde, mag ich mir nicht ausmalen..)

Verdunkeln und Beschatten wollten und mussten wir das Zimmer aber trotzdem.

Die üblichen Lösungen mit Plissees, Rollos oder Jalousien haben mir nicht so richtig gefallen, sie passen auch optisch nicht ins Petterhus also habe ich mich entschlossen, selbst Verdunklungsvorhänge zu nähen.

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Ich habe Verdunklungsstoff hinter einen normalen Baumwollstoff genäht. Das hält nicht nur die Hitze , sondern auch das Licht draußen.

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Ich musste das Bild schon ordentlch aufhellen, sonst hättet ihr nichts erkannt..:-)

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Klar ist es nicht so dunkel wie es mit klassischen Rolläden wäre. Aber wir haben uns bewusst für ein original Schwedenhaus entschieden. Also – keine Rolläden. 🙂

Hier seht ihr eines der beiden Kinderzimmer die wir zustzlich mit Shuttern ausstatten konnten:

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Sie dunkeln herrlich ab und es ist wirklich großartig, wie wir damit die diesjährige Hitze aussperren konnten!

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Schön dunkel, oder?

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Wir haben ja nun den direkten Vergleich der beiden Sommer jeweils mit und ohne Shutterlis, und ich muss sagen, es ist ein himmelweiter Unterschied. Naklar, haben wir natürlich kein klimatisiertes Schwedenhaus, aber unsere Innenraumtemperatur lag bei relativ angenehmen 23 Grad. Im Winter möchte ich für die Südfenster unbedingt noch Markisen nähen; doppelt gemoppelt und so.

Ihr Lieben, das war es auch schon für heute, ich verabschiede mich und wünsche euch ein wunderschönes sonniges Spätsommerwochenende.

Bis bald, Eure Stephanie