Allgemein · DIY

Das Petterhus wird grün II

Hej Hej!

Seid ihr auch schon so im Adventsfieber wie ich? Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Adventswochenenden; ein klein wenig Winter-Weihnachtsstimmung ist nun auch im Lille Petterhus eingezogen, das zeig ich euch aber beim nächsten Mal.

Heute wollte ich euch doch noch schnell unsere umgesetzten Vorsätze zur Plastik- und Müllreduktion zeigen. Letzte Woche haben wir uns ja überwiegend im Bad getummelt, heute nehme ich euch mit in die Küche.

Dort sucht man Alu- oder Frischhaltefolie vergebens. Auch die mehrheitlich aus Kunststoff bestehenden Küchen- und Haushaltsartikel eines US-amerikanischen Unternehmens habe ich verbannt. Stattdessen verwende ich nur noch Behältnisse aus Glas, Keramik oder guter alter Emaille.

Die Schüsseln, welche von sich aus ohne Deckel daherkommen, habe ich kurzerhand mit adretten, selbst genähten Häubchen versehen:

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Dazu habe ich einfach beschichteten Baumwollstoff  (vielleicht geht auch eine ausgediente Wachstischdecke) und große Stoffreste verwendet:

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Alles bleibt schön frisch und im Sommer werden unliebsame Tierchen ferngehalten.

Die Petterhuskinder futtern zwar ihre Pausenbrote mittlerweile aus Edelstahldosen (die gibt es sogar mit der Möglichkeit, den Namen eingravieren zu lassen, also stylo auch für Kids!) aber wenn doch mal „Not am Mann“ ist, verwenden wir statt Butterbrotpapier oder auch zum Verpacken von angeschnittenem Obst und Gemüse ganz wunderbare, handgefertigte (natürlich nicht von mir) wiederverwendbare Wachstücher, schaut mal:

Sie sind auch wirklich ganz praktisch, um Schüsseln abzudecken:

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Zum Spülen verwende ich ich ausschließlich Baumwolltücher, meist aus mehr oder weniger großen Manufakturen. Sie sehen nicht nur viiiiel schöner aus, sondern verlieren auch kein Mikroplastik beim Abwasch.

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Wo wir gerade beim Abwasch sind: Diese hässlichen Schrubberbürsten aus Plaste sind auch ausgezogen. Allerdings war ich ein Deko-Opfer:

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Diese Bürsten sind zwar aus Holz, was aber nicht zu übersehen sind die Plastikbürsten und auch dieser nette Plastikring. Schande auf mein Haupt (oder Asche??!), beim nächsten Mal wird es besser. ABER – und jetzt passt mal gut auf:

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Darf ich vorstellen: Frau Luffa-Gurke wohnt nun bei uns. Herr Plastikschwamm mit seinen Plastikfusseln musste leider in die Tonne ziehen.

Sie ist wirklich sehr vielseitig, aber hauptsächlich verwende ich sie als Ersatz für den klassischen Spülschwamm. Man kann sie (also nicht das ganze Ding, nur eine Scheibe davon) zur Reinigung auskochen, in die Waschmaschine oder in die Spülmaschine packen und wenn sie ihre Schuldigkeit getan hat, hat sie nichts dagegen, wenn sie im Biomüll landet.

Ach, und bevor ich es vergesse. Wisst ihr auf was ihr getrost verzichten könnt? Der Klarspüler hat – wie ich finde – keine Daseinsberechtigung in unseren Spülmaschinen, denn es gibt einen wunderbaren Ersatz. Ich mache ihn seit einiger Zeit selbst und ich bin wirklich pingelig, was die Klarheit unserer Gläser betrifft. Probiert es mal aus, es funktioniert wirklich! Dazu benötigt ihr:

  • 300 ml klaren Alkohol (mindestens 40-prozentig, von der letzten Party oder dem Discounter)
  • 80 g Zitronensäure in Pulverform (das geht einher mit Papierverpackung)
  • 200 ml Wasser
  • eine Glasflasche (500 ml bietet sich an 🙂 )

Das kippt ihr schön zusammen und schüttelt es, bis sich die Zitronensäure aufgelöst hat. Wenn ihr, wie ich, keine Lust habt, ewig zu schütteln, dreht es ein paar Mal auf den Kopf und gebt der Zeit die Möglichkeit, alles Weitere zu erledigen. 😉

IMG_2579Eure Plastikflasche müsst ihr nicht direkt wegwerfen, vielleicht könnt ihr sie wiederverwenden?

Das „Giftigschild“ fand ich übrigens für die Petterhuskinder etwas abschreckender als den schnöden Begriff “ Klarspüler“. Ich bin ein großer Fan von klaren Ansagen und ‚Giftig‘ versteht bei uns einfach jeder .:-)

Leider fällt es mir schwer, eine passende Überleitung zum nächsten Punkt zu finden, deswegen lasse ich sie einfach weg und fange so an:

Passend zur Jahreszeit haben einige von uns schon sehr mit Schnupfennasen zu kämpfen. Hierfür gibt es eine gleichsam ideale wie einfache Lösung für das Plastikproblem:

Die Ta-Tü-Ta

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Oder auch TaschenTücherTasche.

Ich habe Unmengen an Stoffresten, die nun einen neuen Bestimmungszweck erfüllen konnten. Tatsächlich sind diese Täschlein ein ideales Näh-Anfängerprojekt.

Die Taschentücher stammen aus einer plastikfreien, recycelten Papierbox aus dem Drogeriemarkt, sogar dem grössten deutschen Drogeriekonzern in Europa. 🙂

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, einige Ideen bei euch umzusetzen, ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Ihr Lieben, das war’s für heute schon, bis ganz bald.

Eure Stephanie

 

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