Allgemein · Hausfarbe

Hurra!! Der erste Anstrich

Nach meinem letzten Beitrag über unsere Hausfarbe und der Erkenntnis, dass wir auch ohne das „Seelending“ wunderbar leben können, kann ich Euch nun reinen Gewissens von den Malerarbeiten am Petterhus berichten.  Zum Geburtstag unserer größten Tochter ging es los 🙂

Wir die Maler hatten Kaiserwetter !

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Begonnen wurde mit den weissen Elementen :

 

Das folgende Bild hat es in sich: Seht ihr diese Zwischenräume zwischen den Holzbalken? (klar seht ihr die…)

Hier stellte sich die Frage : Diese klitzekleinen Zwischenäume am gesamten Haus abkleben oder einfachheitshalber lieber rot anmalen?!

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Ich liebe ja Entscheidungen.

Intuitiv fand ich es total irre, diese wunderschönen Zwischenräume rot anzupinseln – auch wenn man  aus  „aus der Ferne“ angeblich den Unterschied nicht sehen kann.

Abkleben klang aber auch irgendwie bekloppt mühsam. Außerdem: Wenn ich mal ganz fest überlege, sehen wir im Normalfall unser Haus ja eher aus nächster Nähe und nicht so sehr oft “ aus der Ferne“, irgendwie..

Was nun?

Ich habe mich im Sinne des Pragmatismus entschieden: Die Zwischenräume durften bleiben und unsere armen Maler hatten die Ehre, sie mit klitzekleinen Pinselchen- auf meinen Wunsch ohne Abkleben – quasi „auszumalen“. Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber kann sich sehen lassen. Auf diese Bilder müsst ihr aber noch bis zum Wochenende warten 🙂

Warum nicht abkleben? Ganz einfach: Die Maler hätten dafür einen Tag länger gebraucht. Dafür hatten diese nicht die Zeit und ich hatte irgendwie Angst, dass das Haus dann in Etappen gestrichen wird. Das wiederum hätte bedeutet, dass das Gerüst länger steht, und, und, und…

Weiter geht’s!

Die Almogen (das sind diese Profilleisten oben am Fenster) sind nun auch weiss…

Und das ist sie:

Die Farbe, die unsere beschauliche und für gewöhnlich ruhige Gemeinde in helle Aufregung versetzt:

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Hammer, oder?

 

Die Westseite

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Die Südseite

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Aber nicht nur an der Fassade gab es Veränderungen, auch im Inneren gibt es Neuigkeiten. So hat die Sanitärinstallation begonnen. Und der Elektriker hat während der „Steckdosen- und- Lichtschalterbesprechung“ große, nein allergrößte Geduld mit uns bewiesen.

In unserem Hauswirtschafts– Technikraum wurden sogar schon die ersten Wände wieder geschlossen und warten darauf, am Wochenende von uns gestrichen zu werden..

Und auch hier sieht man wieder, wie wichtig es ist, wenn die Gewerke mitdenken – ich wäre nie (niemals!) auf die Idee gekommen, die Wand vor der Heizungsinstallation zu streichen! (Nein, ich hätte in einigen Wochen fluchend davor gestanden, und mich gefragt, wie die blöde Farbe nun hinter die Heizung kommt, ohne dass es unmöglich aussieht).

Ihr seht, es gibt wahnsinnig viel zu tun, aber ganz sicher halte ich Euch mit neuen Bildern auf dem Laufenden und freue mich, wenn ihr wieder vorbei schaut.

Ein sonniges Wochenende, bis ganz bald! Eure Stephanie

 

Allgemein · Hausfarbe

Rot, Röd, Faluröd

Seit Beginn des Hausaufbaus wurden wir oft gefragt: Bleibt das so?!

Die Antwort lautet: ‚ Jein‘.

Nein.

Natürlich werden wir nicht (!) unser Haus mit irgendwelchen Platten versehen, um es dann ‚ordentlich‘ zu verputzen.

Kreative Idee übrigens. 🙂

Ja. Das Petterhus bekommt noch einen „echten“ Anstrich.:-)

Unser Haus wurde im Werk in Rörvik rot grundiert und bekommt hier vor Ort seine eigentliche Farbe. Und wie auch unser Petter, so ist die zukünftige Farbe unseres Schwedenhauses ebenfalls direkt aus Schweden. Wir haben uns übrigens für das traditionelle Falunrot entschieden.

In Schweden sagt man ja, man gibt dem Haus beim Streichen seine Seele mit.

Oder so ähnlich.

Das fanden wir eine tolle Idee und dachten „Yes, we can!“.

Jetzt ist das mit dem Streichen eines Schwedenhauses aber so :

Grundsätzlich sieht so ein Haus auf den Plänen immer klein und putzig aus – das ändert sich aber schlagartig, wenn das „lille“ Petterhus in natura dann gar nicht mehr so „lille“ ist.

Außerdem ist das Holz eines Schwedenhauses nicht vergleichbar mit dem „Gartenhäuschenholz“  in unserer aller Vorgärten. Es ist sägerauh.

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Hier kann man sehen, dass die Oberfläche nicht geschliffen wurde

Nicht fein säuberlich glatt wie wir es kennen. Sondern so, dass die Farbe auch schön lange drauf bleibt und nicht nach ein paar Jahren wieder abblättert. Schließlich wollen wir erst in 12-15 Jahren wieder streichen.

Wie ein herkömmliches Steinhaus im Übrigen auch. 😉

Beim Streichen funktioniert also nicht die herkömmliche Methode „Farbe drauf und Tschüß“, sondern die Farbe muss mit viel Liebe und vor allem Kraft in das Holz eingearbeitet werden.

Ok, das mit der Liebe könnt ihr weglassen.

Und man kann nicht heute ein bisschen Giebel und morgen ein bisschen Giebel streichen, sondern das Ganze muss Zacki- Zacki gehen. Sonst wird es fleckig.

Das gestaltet sich zu zweit – bei allem Optimismus – dann doch schwierig.

Die Schweden – habe ich irgendwo gehört – laden angeblich zum Streichen gaaaanz viele Freunde ein und machen ein Event draus. Das kann man jetzt so machen. Muss man aber nicht.

Ich habe mir unser Haus, das Holz, die Farbe und vor allem das hohe Gerüst mal ganz genau angesehen, habe mir kurz vorgestellt, wie es sein wird wenn nach 23 Minuten hingebungsvollen Streichens mein Arm brennt, während im Hintergrund unsere 3 Kinder Zeter und Mordio schreien und habe beschlossen :  Beim Malern zusehen kann auch nett sein.:-)

Ich tauche auch gerne mal den Pinsel in die Farbe. Fürs schöne Foto und so.

Mal ehrlich. Ihr Schweden. Ihr seid wirklich tolle Menschen, euer Land ist wunderschön. Ich liebe eure Natur, eure Gastfreundschaft. Stockholm ist ein Traum. Aber das mit dem Seelendings müsst ihr nochmal überdenken.

In diesem Sinne- ein geruhsames Wochenende, Eure Stephanie