Allgemein · Backen

Herbstbäckerei im Schwedenhaus

Einen wunderschönen Montagmorgen wünsche ich euch, liebe Leserinnen und Leser!

Am Wochenende hatten wir ja wirklich ein tristes graues Herbstwetterchen hier ums Lille Petterhus und so kam es, dass ich mir überlegt habe, wie ich den Herbst eigentlich so finde, wo er nun schonmal da ist.

Er gibt uns doch ein wenig das Gefühl des Loslassen – Müssens, (gibt es das Wort?) des Abschieds  und auch ein wenig Traurigkeit hat er im Gepäck.  Gleichzeitig ist er so wunderschön mit all seinen Farben, den Düften und dem Geplapper der Zugvögel vor unserem Haus.

Ich liebe die zarten Nebel und die rauen Stürme, die sich vorm Kamin sitzend so wunderbar ertragen lassen.

Aber mal ganz im Ernst. Den Dauerregen und das Grau-in-Grau habe ich nicht bestellt.

Und weil ich finde, dass nichts glücklicher macht, als Zimtduft im ganzen Haus und eine gehörige Portion Kohlehydrate in Form von Zucker, noch genauer, in Form eines Kuchens, noch genauer eines Apfelstreuselkuchens, will ich euch mein neues Lieblingsrezept nicht vorenthalten. Nein, ich muss, muss, muss es mit euch teilen!

Vor einiger Zeit war ich auf der Suche nach einem kindersicheren Apfelkuchen. Was so viel heißt wie: die Äpfel dürfen nicht sichtbar sein. Gar nicht. Null. Auf gar keinen Fall. Da für mich aber ganz klar im Herbst ein Apfelkuchen her muss, habe ich mich in den Tiefen meiner Rezeptsammlung auf die Suche gemacht.

Dann habe ich ihn gefunden. DEN Kuchen schlechthin! Gar nicht trocken, gar nicht apfelig und doch mit Apfel. Ich bin verliebt.

                       APFELSTREUSELKUCHEN MIT APFELMUS

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Für den Hefeteig benötigt ihr:

  • 150 g lauwarme Milch
  • 1/2 Packung frische Hefe
  • 300 g Mehl
  • 30 g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 25 g Butter

Und für die Butterstreusel:

  • 400 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker ( ich mach den immer selbst)
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Salz

Zu guter Letzt noch :

  • 400-500g Apfelmus (das mache ich auch selbst, dann ist es nicht so süß)
  • Zucker & Zimt

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Ihr seht da habe ich ganz viele Streusel on top. Das liegt daran, dass ich sowas von auf Streusel stehe. Die Hälfte der Menge ginge sicher auch.

Hefeteig

Alle Zutaten außer das Salz und das Mehl gut miteinander vermengen. Dann das Mehl und Salz hinzugeben und alles ca. 2 Minuten verkneten. Sollte noch kein glatter Teig entstanden sein, noch löffelweise Mehl hinzugeben bis eine schöne nicht klebende Konsistenz entstanden ist. Den Teig an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen lassen.

Butterstreusel

Alle Zutaten (die Butter in Stücken)  1 Minute mit dem Handrührgerät zu Streuseln verarbeiten, in eine Schüssel umfüllen und in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung

Eine Springform (28cm) mit Backpapier belegen, den Rand einfetten und den ausgerollten Hefeteig  auflegen, aber keinen Rand hochziehen. Mit den Fingern gleichmäßig kleine Mulden in den Teig drücken und das Apfelmus großzügig auf dem Boden verteilen.

Streusel gleichmäßig auf das Apfelmus geben, die Springform auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 50  Minuten bei 170 Grad backen. Den Kuchen beim Backen lieber im Auge behalten – bei mir ist er nach 40-50 Minuten perfekt.

Notes:

Vor dem Backen bestreue ich die Streusel noch gern mit Zucker & Zimt, falls ihr das vergessen solltet, ( so wie ich eigentlich immer) könnt ihr das auch nach dem Backen nachholen.

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Viel Spaß beim Nachbacken und vergesst nicht, euch eine gehörige Portion Schlagsahne dazu zu gönnen:-)

Schöne Feiertage für euch,
Eure Stephanie

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Allgemein · Carport · Pergola · Porch

Porch, Pergola und Carport

Jetzt habe ich aber lange nichts von mir hören lassen. Schande auf mein Haupt (oder war das die Asche?!). Egal, ich quatsche einfach weiter.

Langsam kehrt Ruhe ein im Petterhus. Gleichwohl ist noch so wahnsinnig viel zu tun, dass wir uns gar nicht einigen können wo wir anfangen sollen und mitunter überdurchschnittlich viel Zeit darin investieren, uns zu einigen. Oder auch nicht. 🙂

Wenn aber doch, dann geht es los. Und wie. So habe ich in vier Tagen zwischen Frühstückstisch abräumen, Mittagessen kochen und Kindertaxi spielen unsere Pergola im Akkord gestrichen. Immer den drohenden Kälteinbruch im Nacken und so viel kann ich sagen : ich war schneller 🙂

Moment mal- Pergola?? Ja, ihr habt richtig gelesen, es ist vollbracht! Und ich bin sowas von erleichtert! Naja, um ehrlich zu sein nicht so ganz vollbracht, aber auf einem guten Weg dahin.

Unser Carport, der Abstellraum und unsere Pergola stehen. Jippiieh! Hurra! Oleole! Sie haben sogar alle schon ein Dach, nur weiß ich nicht, ob man es als solches bezeichnen kann wenn es noch nicht so richtig dicht ist. Also sagen wir besser : „Dach to be.“ Leider hat uns mein Freund der Wettergott einen klitzekleinen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir in freudiger Erwartung der nächsten „Schönwetterfront“ (gekoppelt mit einem Zeitfenster der Monteure) entgegen sehen. Hierzu ein kleines Verslein von mir für euch am Rande:

„Geduld ist eine Blume, die nicht in jedermanns Garten wächst.“

Wobei in diesem Fall „jedermann“ natürlich meiner Wenigkeit entspricht. Nur für den Fall, dass ihr noch nicht wissen solltet was absolut gar nicht zu meinen Kernkompetenzen zählt. Mit zunehmender Übung seit Baubeginn werde ich aber noch ein Geduldsprofi. Wartet’s ab. Ich leite dann Geduldsseminare und bin mega-easy entspannt drauf.

Jetzt aber mal Butter bei die Fische und her mit den Bildern:

Unsere Pergola:

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Ich kann es kaum erwarten, die ersten lauen Sommerabende hier draußen zu sitzen. 🙂 Hach, oder ein milder Sommerregen zieht übers Petterhus und wir bleiben einfach sitzen und genießen. 🙂

Die Decke haben wir übrigens ganz pragmatisch mit unserer Wandvertäfelung verschlossen:

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Das ist auch der Grund, warum wir mein lieber Mann diese in aller Windeseile noch streichen musste. Irgendwie fand das Holz der Wandvertäfelung die Outdooranwendung nicht ganz so klasse. Also schnell Farbe dran und alles ist gut. Ausserdem sieht es nun viel schöner aus,oder?

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Diese kleine, nette Fensterchen ist Teil unseres Abstellraums..

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Das komplette Geländer hatte auch ganz dringend  seinen ersten Anstrich nötig.

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Hier nochmal in die andere Richtung:

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Und so sieht das dann aus der Perspektive von unserem Acker Gärtchen (wenn es dann mal eines ist) aus:

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Wir hatten Anfangs die Sorge, dass es im Innern des Lille Petterhus zu dunkel werden könnte, das ist aber ganz und gar nicht so. Glücklicherweise. Denn wenn es so gewesen wäre, hätte ich das Ding wieder abgebaut. Ich schwöre.

Carport und Abstellraum

 

Auch hier sind wir – wie soll es auch anders sein – noch nicht ganz fertig. Unser Carport gleicht mehr einem „Lager für Klein- und Großteile zum Bau eines Carports“. Ich verspreche euch aber, sobald es Neuigkeiten gibt seid ihr dabei 🙂

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Eine schöne Herbstzeit für euch,

Eure Stephanie

 

 

 

Allgemein

Welcome to reality – oder „Bauen im Rhein-Main Gebiet“

Hej hej!

Heute schreibe ich euch mal ein paar Zeilen übers Träume erfüllen, Traumgrundstücke und wer träumt hier eigentlich was? Oder ist das alles ein Traum?!

Für die, die heute viele Bilder erwarten, könnte es unter Umständen hart werden. Verzeiht mir! Beim nächsten Mal wird alles anders. 🙂

Der Herbst zieht ein im Petterhus, das Leben wird ruhiger, und es bleibt die eine oder andere Minute zum Nachdenken.

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Hier seht ihr übrigens unseren neuen Abstellraum, darüber berichte ich auch ganz bald, versprochen!

Immer wieder stößt man bei der Recherche rund ums Eigenheim auf wertvolle Tipps. Ein paar sind echt klasse, manche mögen für den einen hilfreich sein, dem anderen jedoch ringen sie nur ein müdes Lächeln ab.

So zum Beispiel das Thema „Wie finde ich mein Traumgrundstück?“ Jetzt stellt sich mir ja schonmal die Frage, was ist denn bitte genau ein „Traumgrundstück“ und über welche Art von Träumen reden wir? Realistische Träume? „Wolke 7 Träume“? Gar Albträume? Und wer träumt denn was? Und wer beurteilt denn, ob mein Traum ein guter war, wenn nicht ich selbst?

Mein absolut persönliches „Traumgrundstück“ wäre ja in Waldrandlage irgendwo im Hügelland fernab von großstädtischem Trubel. Ein paar Pferde, Hühner, Esel und was sonst noch so dazu gehört. Oder halt ne Hütte auf der Alm. Mit Kühen, viel frischer Milch und wenig Menschen.

Andere wiederum haben ihr „Traumgrundstück“ vielleicht lieber mitten in einer Großstadt mit reichlich Infrastruktur, dafür aber kleinem Grund ausgestattet.

Eines war vorneweg klar: Mein Traumgrundstück werden wir hier –  20 Fahrminuten von Deutschlands größtem Flughafen entfernt – definitiv nicht finden. Allein diesen Gedanken zuzulassen, war ein langer Prozess.

Also kurz Luft angehalten; Augen ausgeheult zu und durch.

Wir wollten innerhalb unserer Gemeinde bleiben, die Grundschule und der Kindergarten sollten weiterhin fußläufig, sowie die unzähligen weiterführenden Schulen mit dem Stadtbus zügig erreichbar sein. Und – auch wenn mich beim Gedanken daran wilde Panik erfasst – unsere Mädels sollten es später zum Ausgehen nicht zu weit haben, ich mache nämlich ungern nächtliche Weltreisen. Außerdem gruselt’s mich immer, wenn ich an Alleen oder an kurvigen Landstraßen Kreuze am Wegesrand finde. Ich möchte ihnen Flügel geben, aber doch nicht so! Sie dürfen also quasi in homöopatischen Dosen Großstadtluft schnuppern, in der Hoffnung, dass sie sich später ohne uns dort besser zurechtfinden.

 Aber parkähliche Grundstücke in Stadtrandlage??! Ist nicht. Oder halt, stop! Lasst es mich so formulieren: Parkähnliche, für uns bezahlbare Grundstücke.

Leider blieb uns daher keine andere Wahl, als im ortsansässigen und von uns lange und konsequent verschmähten Neubaugebiet ein Plätzchen zu suchen. Strenger B-Plan, wenig Platz. Zwei Grundstücke kaufen, aber nur ein Haus darauf bauen? Ist schon gar nicht.

Ich wusste, nein, ich ahnte, es wird schlimm.

Und es kam noch schlimmer. Ehrlich.

Unser Grundstück hat knapp 500 qm, nicht gerade üppig, wenn es mal genau nimmt. Mehr ging nicht, nur nach Norden ausgerichtet, das mochte ich dann aber auch nicht. Außerdem machen 100 qm mehr jetzt auch nicht unbedingt mein Traumgrundstück draus.

Sukzessive füllt sich dieses Gebiet nun. Natürlich nicht mit Schwedenhäusern, ist ja klar. (Das wäre mein Traum 2.0). Und ihr Lieben, es gibt wirklich schöne Häuser aus Stein. Ganz sicher. Aber unter ‚Stadtvilla‘ stelle ich mir eben etwas anderes vor als „Klötze“. Eher herrschaftlich. Mit Geschnörkel. „Echte“ Architektur.

Liebe Architekten, steinigt mich nicht. Aber das, was eure Kollegen ganz viel früher einmal gebaut haben, gefällt mir persönlich eben einfach besser.

Kurzum. Es ist eng. Und zwar sehr. Ich finde es auch nicht schön. Vielleicht bin ich sogar ein bisschen geknickt.  Aber es ist die Realität. Es ist das 21. Jahrhundert und wir leben nur einen Steinwurf vom größten deutschen Flughafen entfernt. Wir leben nicht in der heilen Insta- oder Bloggerwelt, oder im weitläufigen Niedersachsen oder so weit von der nächsten Großstadt entfernt, dass ich unsere Kinder mitten in der Nacht wecken muss, um sie pünktlich in der Schule zu wissen.

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Blick aus dem Badezimmer. Schön, nicht? Allerdings wird hier in einigen Jahren das nächste Neubaugebiet errichtet. Das wussten wir allerdings erst, nachdem wir unterschrieben hatten. Hätte es etwas geändert? Wohl kaum.

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Blick aus dem Kinderzimmer. Dazu fehlen mir die Worte. Nur Zahlen, die hab‘ ich. Zwischen beiden Hauswänden beträgt der Abstand 7,50 Meter.

Wir haben Grundstückspreise, die jenseits von Gut und Böse sind. Aber unsere Kinder fallen förmlich aus der Türe von der Veranda und sehen andere Kinder, ihre Freunde, die morgens mit Ihnen zur Schule laufen, mit ihnen lachen, weinen und das Neubaugebiet rocken. Sie sehen nun einmal keine wunderschöne Landschaft, die zwar Mama entzückt, aber auf Dauer wenig unterhaltsam ist. Wir leben leider nicht in Büllerbü. Wir leben aber in unserem persönlichen Traumhaus in einer sehr realistischen Umgebung.

Und wer weiss, vielleicht finden wir irgendwann einmal, weit entfernt von Fluglärm und engen, unschönen Neubaugebieten, unser ganz eigenes „Traumgrundstück“ und es gibt ein neues Petterhus.

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Ich wünsche euch einen schönen Abend und süße Träume,

Eure Stephanie